Kreis Germersheim
Kandel: Radfahrer stürzt auf schlammigem Radweg
Seit Gerhard Nuss an der Hüfte operiert wurde, praktiziert er „Autofasten“, wie er es nennt. Daher benutzt er öfter öffentliche Verkehrsmittel, geht zu Fuß oder ist mit dem Fahrrad unterwegs. So auch am Montagabend letzter Woche, als Nuss nach der Gesangsstunde in Kandel mit dem Fahrrad entlang der L549 zurück nach Rülzheim fuhr. Kurz vor dem Waldstück, das man erreicht, nachdem man Kandel verlassen hat, stürzte er auf schlammigen Untergrund in den Acker.
Als geübter Fahrradfahrer konnte er den Sturz kontrollieren und außer dreckiger Kleidung und Schuhe, passierte ihm nichts Schlimmeres. Trotzdem ärgert er sich über die verunreinigte Fahrbahn. Der Schlamm sei fünf bis zehn Zentimeter hoch auf dem Radweg gestanden und über die gesamte Breite verteilt gewesen. Vor allem in Verbindung mit der herbstlichen Jahreszeit, bei der es früh dunkel wird und oft regnerisch ist, stellt dies eine Gefahr für Fahrradfahrer dar.
Landwirt verantwortlich
Auf RHEINPFALZ-Nachfrage weist die Verbandsgemeinde Kandel darauf hin, dass der Verursacher, also der Landwirt, für die Reinigung des Weges verantwortlich ist und diesbezüglich auch aufgefordert wurde. Vor allem während der Erntezeit muss man jedoch mit solchen verunreinigten Wegen rechnen, da es sich um einen kombinierten Wirtschafts- und Fahrradweg handelt.
Hinweisschild gefordert
Nuss kann auch Verständnis aufbringen, dass diese Wege nicht immer in “fahrradfahrer-freundlichem“ Zustand sind. Jedoch sollte wenigstens ein Hinweisschild die zweirädrigen Verkehrsteilnehmer auf die verunreinigte Fahrbahn aufmerksam machen, wie es bei anderen Fahrradwegen der Fall ist oder der Weg für Fahrräder gesperrt werden, bevor sich doch jemand ernsthaft verletzt, so Nuss.