Ausblick 2022 RHEINPFALZ Plus Artikel Junge Familien warten auf Bauplätze

Baustelle Sportplatz: Die Arbeiten für den Winterrasen laufen seit dem Vorjahr.
Baustelle Sportplatz: Die Arbeiten für den Winterrasen laufen seit dem Vorjahr.

Dass in diesem Jahr der Fußballplatz mit dem neuen Winterrasen wohl eingeweiht werden kann, freut die Ortsvorsteherin von Büchelberg am allermeisten. Schließlich habe man lange um diese Verbesserung gerungen.

Die letztes Jahr begonnenen Arbeiten werden zwar teurer als ursprünglich angenommen, aber die Fußballer des SV Büchelberg bekommen damit endlich adäquate Spiel- und Trainingsmöglichkeiten – inklusive Flutlicht. Stefanie Gerstner hofft nur, dass der neue Winterrasen auch gebührend eingeweiht werden kann.

Umgebaut wird auch die bisherige Bücherei zu einem Aufenthaltsraum für die Schüler, die an dem seit diesem Schuljahr eingerichteten Angebot der Betreuenden Grundschule teilnehmen. Im Moment baue man gerade die Rettungstreppe im Laurentiushof ein. Dort nehmen die Kinder ihr Mittagessen ein, das vom Förderverein der Grundschule organisiert wird. Gerstner dankte ausdrücklich den engagierten Eltern, aber auch der Stadtverwaltung bei der Unterstützung.

Jugendzentrum soll bald öffnen

Auch das Jugendzentrum soll in diesem Jahr wieder belebt werden. Intensive und gute Gespräche habe sie dazu in den vergangenen Wochen geführt, sagt Gerstner, beispielsweise mit dem Internationalen Bund (IB) in Wörth. Geplant sei das Juze an einem Tag in der Woche mit der Betreuung durch den IB zu öffnen. Nicht weitergekommen sei man allerdings beim Betreuten Wohnen für Senioren. Die Stadtverwaltung habe zwar in Zusammenarbeit mit der Ökumenischen Sozialstation ein ausführliches Konzept erarbeitet. Nachdem dieses bereits im Oktober vorgestellt wurde, könnte es der Ortsbeirat in der nächsten Sitzung beschließen. Dann müsse man sich auf die Suche nach einem Investor für den Bau machen, so Gerstner.

Immer wieder gefordert wird eine Verbesserung der Radwegeverbindung nach Wörth. Der Stadtrat habe in einem gemeinsamen Antrag die Schaffung einer Unterführung bei der B9 in Höhe Büchelberg gefordert. Der Ortsvorsteherin ist bewusst, dass man viel Geduld aufbringen müsse. Allerdings dürfe man das Ziel nicht aus den Augen verlieren. Das gelte auch für das Multifunktionsgebäude. Wegen der finanziellen Situation der Stadt sei dieses Vorhaben zwar in den Hintergrund getreten. Allerdings bleibe es auf ihrer Agenda, zumal immer wieder nur die notwendigsten Sanierungen an der Mehrzweckhalle und am Feuerwehrgerätehaus vorgenommen werden. Auf Dauer sei dies nicht möglich, meint Stefanie Gerstner.

Schnelles Internet nicht hinausschieben

Auch in diesem Jahr werde man sich mit dem Baugebiet Wiesengrund Teil B beschäftigen müssen. Zumindest die Baulandumlegung müsse 2022 erfolgreich abgeschlossen werden. „Es ist für mich das wichtigste Vorhaben für die künftige Entwicklung Büchelbergs. Viele junge Familien warten dringend darauf.“ Von der Verwaltung erhofft sich Gerstner eine deutliche Forcierung ihrer Bemühungen.

Nachdem in den umliegenden Gemeinden im letzten Jahr Glasfaser für schnelles Internet verlegt wurden, möchte Gerstner auch für ihren Ortsbezirk eine spürbare Verbesserung erreichen. Gerade in Zeiten von Corona und Homeoffice seien Schwachstellen offenkundig geworden. Ziel müsse der bestmögliche Ausbau sein, und ein weiteres Hinausschieben könne niemandem zugemutet werden.

Dass man wieder Feste und größere Veranstaltungen feiern dürfe, ist einer ihrer persönlichen Wünsche für das neue Jahr, gesteht die Ortsvorsteherin von Büchelberg. Kunstausstellung, Kerwe, Seniorennachmittage, darauf hoffe sie sehr, auch um wieder mehr Menschen treffen zu können und sich auszutauschen. Dankbar zeigt sie sich auch, dass der Ort im August die Kerwe habe feiern dürfen.

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