Kreis Germersheim „Ja“ zu Grenzverschiebungen für Polder

Beinahe zeitgleich befassten sich die Gemeinderäte in Jockgrim und Rheinzabern mit dem gleichen Thema: der geplanten Änderung der Gemarkungsgrenzen zwischen den Ortsgemeinden Jockgrim, Rheinzabern und Neupotz sowie der Stadt Wörth.
Wegen dem Bau des Hochwasser-Schutzpolders Wörth-Jockgrim wurde ein Flurbereinigungsverfahren vom Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum (DLR) begonnen. Darin werden die zum Teil unwirtschaftlich kleinen landwirtschaftlichen Flächen zusammengefasst. Der Verlauf von Wegen musste wegen der Schutzdamm-Barriere umgelegt werden, Grenzen sollen aus praktischen Gründen den neuen Gegebenheiten angepasst werden. Zwischen den beteiligten Kommunen wurde ein „Ringtausch“ vereinbart, mit dem Ziel, keine der Gemeinden zu benachteiligen. Zwischen Jockgrim und Neupotz ist geplant, die Gemarkungsgrenze entlang des Presserwegs nach Westen zu verschieben, damit Neupotz, falls gewünscht später den Weg in eigener Regie ausbauen kann. Eine Grenze zwischen Jockgrim und Rheinzabern, die bisher mitten in einem Graben verlief, wird seitlich an dessen Rand verlegt. Für Jockgrim mit die wichtigste Umlegung befindet sich an der Grenze zu Wörth. Dort erhält Jockgrim eine Fläche, die als Ausgleichsfläche aufgeforstet werden soll und schon lange auf einer Tausch-Wunschliste von Jockgrim stand. Für Jockgrim ergibt sich durch die neuen Grenzen ein Flächenverlust von rund 330 Quadratmetern, den die Ortsbürgermeisterin auch mit den genaueren GPS-Messmethoden begründete. Peter Keiber (FWG) konnte sich mit den Vorschlägen gar nicht anfreunden. Er hatte eine ganze Liste mit Kritikpunkten vorbereitet, konnte aber die Mehrheit nicht davon überzeugen, gegen die neue Grenzen zu stimmen. Der Beschluss fiel zugunsten der vorgeschlagenen Grenzziehung. Der Gemeinderat Rheinzabern sah am Donnerstagabend weder Bedarf für eine Diskussion noch für Kritik am geplanten neuen Grenzverlauf im Tiefgestade der Gemarkung. Er votierte einstimmig für den Verwaltungsvorschlag. (bic)