Hagenbach Interkommunales Gewerbegebiet: Hagenbach macht nicht mit

Auf dem Feld sollte der Teil des interkommunalen Gewerbegebiets entstehen, der auf Hagenbacher Gemarkung gelegen hätte.
Auf dem Feld sollte der Teil des interkommunalen Gewerbegebiets entstehen, der auf Hagenbacher Gemarkung gelegen hätte.

Der Stadtrat Hagenbach hat sich gegen das geplante Interkommunale Gewerbegebiet mit der Stadt Wörth und der Verbandsgemeinde Kandel ausgesprochen. Die Entscheidung fiel mit den Stimmen von CDU und einem Großteil der SPD-Fraktion in der Sitzung am Donnerstagabend.

Das vorgesehene Gebiet an der Gemarkungsgrenze zwischen Hagenbach und Wörth sei 1,3 Kilometer lang, „da werden wir durchfahren, bevor wir das Ortsschild sehen“, sagte SPD-Sprecher Martin Gröschel, der sich mit diesem Gedanken nicht anfreunden kann. Seine Partei wolle kein Hagenbach der Gewerbegebiete, „wir wollen Wohnen in den Vordergrund stellen“. Für die CDU führte Erich Winter als Hauptargument an, dass zusätzlich Gewerbeflächen zu mehr Verkehr führen. „Wir bekommen heute schon unser Verkehrsproblem nicht in den Griff“, sagte er. Das angedachte Großprojekt würde das Problem nur noch vergrößern.

FDP-Sprecher Christian Völker sieht den frühzeitigen Ausstieg als vertane Chance, „dass Hagenbach eigenständig bleibt“. Mit Blick auf weitere Planungen sagte er: „Wir haben dann eben keine Stimme im Chor.“ Denn: Ein Gewerbegebiet vor den Toren Hagenbachs ist ungeachtet des Stadtrats-Votums nicht ausgeschlossen, sollten die Stadt Wörth und die Verbandsgemeinde Kandel das Projekt weiterverfolgen. Eines steht jedoch laut Verbandsbürgermeister Reinhard Scherrer (SPD) fest: Für Hagenbach ist „das Thema durch“.

x