Kandel RHEINPFALZ Plus Artikel In künftigen Neubaugebieten wird Wasserversorgung deutlich teurer

Die Verbandsgemeindewerke sind für das Wasser, das aus der Leitung kommt, zuständig.
Die Verbandsgemeindewerke sind für das Wasser, das aus der Leitung kommt, zuständig.

Einmalige Beiträge für Investitionen für die Abwasserbeseitigung und die Wasserversorgung werden teurer. Wie sieht es mit den Verbrauchsgebühren für das Frischwasser aus?

Eine kräftige Erhöhung der einmaligen Beiträge für Investitionen in die Abwasserbeseitigung und die Wasserversorgung wurde jetzt vom Verbandsgemeinderat Kandel beschlossen. Auf Anraten der Wirtschaftsprüfer von der Mittelrheinischen Treuhand zahlen Häuslebauer ab 2026 je Quadratmeter Grundstücksfläche für die Wasserversorgung 6,85 Euro. Bisher wurden dafür nur 2,01 Euro erhoben. Ebenfalls kräftig erhöht werden die Beiträge für die Abwasserbeseitigung. Wurden bisher für die Schmutzwasserbeseitigung 6,45 Euro erhoben, so werden künftig 8,88 Euro je Quadratmeter fällig. Die Oberflächenentwässerung kostete bisher einmalig 15,07 Euro je Quadratmeter, künftig sogar 22,48 Euro.

In die Kalkulation aufgenommen wurden auch die Kosten für zentrale Anlagen der Abwasserbeseitigung wie Regenrückehalte- und Regenüberlaufeinrichtungen, Pumpwerke und Haupt- und Verbindungssammler. Nach der Vorberatung im Werksausschuss und den Berechnungen der Wirtschaftsprüfer gebe es zu diesen Preisanpassungen wohl keine Alternative, sagte Verbandsbeigeordneter Niklas Hogrefe (CDU). Sie treffe allerdings nur künftige Bauvorhaben, derzeit erschlossene Neubaugebiete wie der Kirschgarten in Winden wurden noch mit den bisherigen Beiträgen kalkuliert.

Hoher Kreditbedarf

Ebenfalls einstimmig genehmigte der Verbandsgemeinderat die Wirtschaftspläne für 2026/27. Sie weisen hohe Investitionen und demzufolge auch einen kräftigen Kreditbedarf aus. Stabil bleiben aber die Verbrauchsgebühren für das Frischwasser mit 2,01 Euro je Kubikmeter, erklärte Bürgermeister Mike Schönlaub (SPD). Die Gebühr für die Abwasserbeseitigung beläuft sich nach wie vor auf 2,98 Euro. Auch wiederkehrende Beiträge (WKB) sind dabei zu leisten. Fürs Schmutzwasser machen diese sechs Cent je Quadratmeter Grundstücksfläche aus. Hinzu kommen die WKB fürs Oberflächenwasser mit 35 Cent je Quadratmeter angeschlossener, bebauter und befestigter Grundstücksfläche.

Bei der Beratung der Bilanzen und des Jahresabschlusses für 2022 bemängelten einige Ratsmitglieder die verspätete Vorlage. Diese wäre spätestens Ende 2023 fällig gewesen. Man solle schon aufgrund verlässlicher Zahlen planen können, meinte etwa Thomas Schönholz (SPD). Werkleiterin Inge Grein verwies auf Engpässe beim Personal und sagte zu, künftig zeitnaher die Abschlüsse vorzulegen.

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