Kreis Germersheim Immer mehr Beleidigungen via Smartphone

Die Zahl der Straftaten in der Verbandsgemeinde ist auf einem sehr niedrigen Niveau, auch die Diebstähle gehen zurück, berichtete Polizeikommissar Andreas Freudemann von der Polizeiinspektion Wörth bei der Vorstellung der Kriminal- und Verkehrsstatistik in der Ratssitzung am Donnerstag.
Sein Fazit: „In Kandel kann man gut wohnen, man braucht sich keine Sorgen machen, es ist sicher.“ Schon seit 2010 gehen die Straftaten stetig zurück. Um 305 Fälle oder rund 8,5 Prozent sind die Straftaten im Vergleich zu 2012 zurückgegangen. Zudem liegt man in Kandel mit 67 Prozent Aufklärungsquote im Vergleich zum Landesschnitt (rund 60 Prozent) deutlich besser. Auch die Zahl der Drogendelikte sei gering: Der Bürger müsse sich keine Sorgen machen, dass in Kandel an jeder Ecke ein Junkie stehe, so Freudemann. Auch die Cyberkriminalität ist in der Verbandsgemeinde auf gerade mal 83 Fälle gesunken. Vor ein paar Jahren seien es noch 300 gewesen, allerdings die meisten von einem Betrüger, der Schweizer Nummernkonten verkaufte, aber nur das Geld kassierte. Gestiegen sei allerdings die Zahl der angezeigten Beleidigungen. Der Grund für die Steigerung sei wohl, dass diese inzwischen oft via Smartphone erfolgten, so Freudemann. Dann habe man den Beweis schriftlich und könne so auch anzeigen. Auch für 2014 deute sich ein weiteres Absinken der Straftaten an. Allerdings beginne die Saison für Einbrüche ja erst in der dunkleren Jahreszeit. Rechtsextremismus spiele in Kandel ebenso keine Rolle wie auch Straftaten von Rockern, beispielsweise Schutzgelderpressung, so Freudemann auf Nachfrage. Auch die Unfallzahlen sind von 346 auf 302 gesunken. Dies halte sich allerdings im Rahmen, so die Einschätzung des Polizeibeamten. Hier schwankten die Zahlen immer zwischen 300 und 350. Eigentlich gebe es nur noch einen Unfallschwerpunkt. Der sei an der Einmündung der Autobahn beim Stoppschild, hier würden aber verstärkt Kontrollen durchgeführt. (lnn)