Kreis Germersheim Im Wörther Trog kracht es ständig
Auf den Hauptverkehrsachsen im Südkreis A 65, Bienwald-B-9 und B 10 hat es im vergangenen Jahr mehr Unfälle als im Vorjahr gegeben. Das hat die Polizei Wörth in ihrer jährlichen Unfallstatistik ausgewiesen (wir berichteten). Aber auch abseits der großen Verkehrsströme gibt es einige Unfallschwerpunkte wie die Ortsumgehungen von Rheinzabern und Jockgrim.
Auf der A 65 gab es 2015 168 Verkehrsunfälle, 15 Unfälle mehr als im Jahr zuvor. Wobei es bei den Unfallfolgen nur bei den Leichtverletzten eine Steigerung von 5 auf 14 Fälle gegeben hat. Schwer verletzt wurden zwei Menschen. Tote waren nicht zu beklagen. Der Sachschaden summierte sich auf 627.000 Euro. Auf der Bienwald-B-9 registrierte die Polizei 43 Unfälle (2014: 32). Eine Steigerung gab es dabei vor allem bei den Wildunfällen auf 18 (11) und den Unfällen mit Lastern auf 12 (5). Die Zahl der Schwer- und Leichtverletzten ging hingegen von 6 auf 3 beziehungsweise 6 auf 5 zurück. Getötet wurde niemand. Bei den Unfällen entstand ein Schaden von 284.000 Euro. 107 Crashs gab es auf der B-9-Nord. Auch zwischen Autobahnkreuz Wörth und der Anschlussstelle Neupotz krachte es somit öfter als im Vorjahr (102). Hingegen wurden elf Menschen weniger verletzt als 2014 (30). Ein Mensch kam ums Leben. Hier entstanden Schäden von 500.000 Euro. Das „Sorgenkind“ der Polizei unter den Unfallschwerpunkten sei nach wie vor der „Wörther Trog“, sagt Polizeisprecher Olaf Molzberger. „Nach dem im vorangegangenen Jahr bereits ein leichter Anstieg festzustellen war, setzte sich dieser im Jahr 2015 mit plus 9 Unfällen fort.“ Hier hat es auf der B 10 in Fahrtrichtung Karlsruhe 77 Unfälle gegeben. Das ist der höchste Stand seit dem Zehnjahreshoch von 110 Unfällen im Jahr 2012. Wegen der baulichen Gegebenheiten zwischen dem Autobahnkreuz Wörth und der Rheinbrücke gebe es kaum Möglichkeiten für die Polizei, Unfälle zu verhüten, bedauert Molzberger. Die meisten Unfälle passierten beim Spurwechsel, wenn der aus Germersheim kommende Verkehr auf den aus Landau trifft. Weitere Unfallhäufungsstellen sind die Ortsumgehung Rheinzabern (L 540/ L549), wo es 6 Mal gekracht hat (2014:3), wobei 2 Menschen schwer und 5 leicht verletzt wurden. Und die Ortsumgehung Jockgrim, wo auf freier Strecke 7 Unfälle passierten (2014:4). Dabei wurden 6 Menschen leicht verletzt. (fex)