Adventskalender
„Ich habe noch nie so viel gearbeitet“
„Die ersten drei Monate waren geprägt von extremen Stress und Unsicherheit“, sagt Eichenauer. „Am Anfang, als die Pandemie auf uns zurollte, da war das Gesundheitswesen nicht hinreichend darauf ausgerichtet.“ Diese Phase sei extrem belastend gewesen. „Ich habe noch nie so viel gearbeitet.“
Zwischen den Wellen habe es vor allem im Sommer auch erholsame Zeiten gegeben. Jetzt sei man wieder an einem kritischen Punkt angelangt, an dem man sich frage: „Wird das jetzt die jetzt die schlimmste Welle auch für uns als Klinik oder gelingt es uns gemeinsam, das abzufedern?“ Dennoch überwiegen für ihn die Tage, an denen er zum Beispiel nach einem Gespräch mit Angehörigen von Patienten mit einem guten Gefühl nach Hause geht.
Adventsstimmung „mit friedvollem In-sich-Gehen“ will bei ihm aber kaum aufkommen. Auch private Pläne hat die Pandemie durchkreuzt. Eichenauer hatte mit ehemaligen Kollegen und Freunden verschiedene Besuche von Weihnachtsmärkten geplant, „aber das habe ich schon vor vier Wochen abgesagt“. Nun steht noch das Plätzchenbacken mit den Nichten auf dem Programm.
Ansonsten vermisst Eichenauer das Reisen, vor allem in die Ferne. Vor der Pandemie hatte er sich auf einer Tour durch Südostasien Bangkok, Bali und Singapur angesehen. „Ich würde mir sehr wünschen, sowas wieder unternehmen zu können“, sagt er.
Der Adventskalender
Knapp zwei Jahre an der Corona-Front: Alle hofften, nach dem Sommer wäre die Pandemie überwunden. Doch nun überlagert sie abermals die Adventszeit. Wie gehen die Menschen damit um, die sich in verschiedensten Bereichen mit dem Virus herumschlagen müssen? Welche Wünsche haben Sie? Kommt bei ihnen noch Weihnachtsstimmung auf? Wir stellen jeden Tag eine/n von Ihnen vor.