Hagenbach RHEINPFALZ Plus Artikel Hoopers-Turnier bei den Hundefreunden: Mit Hör- und Sichtzeichen durch den Parcours

Beim Hoopers-Hundeturnier in Hagenbach wurden Hunde mit Hör- und Sichtzeichen durch den Parcours geführt.
Beim Hoopers-Hundeturnier in Hagenbach wurden Hunde mit Hör- und Sichtzeichen durch den Parcours geführt.

Mit großen Anklang haben die Hundefreunde Hagenbach ein Hoopers-Turnier ausgerichtet. Was das ist – und wie es lief.

War es im Herbst das erste Treibballturnier, das der Verein der Hundefreunde Hagenbach (VdH) ausrichtete, so gab es am Sonntag das dritte Hoopers Turnier, eine in Deutschland und in Europa noch relativ junge Hundesportart. In den USA hat sie sich aus dem Agility-Hundesport heraus entwickelt. Der Unterschied zum herkömmlichen Agility ist, dass der Hund nicht über Hürden springen muss und der Mensch nicht mit dem Hund mitläuft. Das Tier wird aus einem Führbereich aus der Entfernung mit Hör- und Sichtzeichen durch den Parcours geführt.

Durch den Parcours nur auf Kommando

Das Interesse an der bundesweiten Ausschreibung der Hundefreunde Hagenbach war sehr groß. Insgesamt 40 Starterteams aus Rheinland-Pfalz, dem badischen und schwäbischen Raum waren da. Dabei war auch Sandra Erhorn aus Wolfsburg, die Verwandtschaft in der Nähe hat und Urlaub im Schwarzwald machen will. Sie startete in H1, wollte sich die Qualifikation für H2 holen und „einmal bei einer anderen Richterin starten.“ Klasse H1 ist die leichteste, es folgen H2 und H3. In H1 waren es elf Starter, in H2 20 und in H3 neun. Aus dem eigenen Verein starteten vier in H1 und zwei in H2.

Der Hund muss bei dieser Sportart einen nummerierten Parcours absolvieren, der aus Bögen (Hoops), Tunneln, Tonnen und Toren (Gates) besteht, erläuterte die Co-Trainerin des Hagenbacher Vereins, Diana Scholler. Der Hundeführer steuert den Hund durch Kommandos, ohne mitzulaufen. Das Tier kann durch hör- oder sichtbare Signale dirigiert werden, die sehr unterschiedlich sein können. Am meisten kann man die Kommandos „vor, vor, außen“ hören, um dem Hund den Richtungswechsel für die optimale Lauflinie anzugeben – teilweise in großer Lautstärke. Dass dies auch ohne sprachliche Kommandos geht, zeigte die Co-Trainerin selbst. Sie dirigierte ihren Hund nur mit Zeichen – fehlerlos.

Was die Schiedsrichterin macht

Alle Teilnehmer haben in den drei Klassen jeweils drei Läufe. Es sind zwar vier Minuten Zeit vorgegeben, aber unter dieser Zeit bleiben alle Hunde. Die Hundeführer dürfen in dieser Zeit ihren Bereich nicht verlassen, sonst bleibt der Lauf ohne Bewertung.

Für die Bewertung war Richterin Nicole Schmidt aus Saarbrücken vom Südwestdeutschen Hundesport Verband (SWHV) angereist. Ihre Aufgaben: Den Parcours freigeben und die Fehler während des Laufes an die neben ihr stehende Protokollantin des Hagenbacher Vereins weitergeben. Sie stellt auch den Parcours auf, der bei den drei Läufen immer verschieden ist. Es können fünf Fehler gemacht werden, um noch bewertet zu werden, aber nicht drei in Folge.

Der Mensch darf nicht mit seinem Hund mitlaufen.
Der Mensch darf nicht mit seinem Hund mitlaufen.

Die Resonanz bei allen Teilnehmern – auch wenn sie nicht in die Bewertung kamen oder zu viele Fehler hatten: „Es hat wieder viel Spaß gemacht.“

Info

Die Erstplatzierten: Yvonne Urban mit Leevi von den Hundefreunden Spielberg (H1); Doris Lemon mit Lexa von VdH Hagenbach und Karin Kessler mit Kolja von den Hundefreunden Spielberg (H2); Heike Knab mit O'Djinn vom HSV Saarpfoten (H3); Diana Scholler mit Mila vom VdH Hagenbach belegte außerdem den dritten Platz in der Kategorie H2

Am 1. Mai startet in Hagenbach das „Hoopers Mai Triple“, das am 2. Mai in Ettlingen und am 3. Mai in Spielberg weitergeht.

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