Lingenfeld Hoffnung auf Vernunft bei Autofahrern
Die Fahrbahnverengungen stehen kurz hinter der Einmündung von Schlittweg und Im Strängel. In sozialen Netzwerken wird die Wirksamkeit bereits hinterfragt. Autos, die in den Ort fahren, würden nur kurz abbremsen und nach dem Passieren der Elemente wieder beschleunigen. Zwei Elemente seien nicht ausreichend, zielführend sei nur eine Geschwindigkeitsüberwachung per „Blitzer“. Ortsbürgermeister Markus Kropfreiter (SPD) stellte auf Anfrage klar, dass die jetzige Installation zunächst als Teil eines Verkehrsversuchs getestet werden soll und zu einem späteren Zeitpunkt entschieden werde, was konkret dauerhaft umgesetzt werden soll. Der Landesbetrieb Mobilität (LBM) werde während des Tests weitere Verkehrsmessungen durchführen.
Kropfreiter ist zuversichtlich, dass viele Fahrer ihr Fahrverhalten an die neue Situation anpassen werden. „Dass das alle machen werden, kann man nicht erwarten. Es wird weiter Negativbeispiele geben, gegen die man nichts machen kann“, sagt der Ortsbürgermeister. Vertreter des LBM hatten in der Sitzung des Ortsgemeinderates Ende Januar geäußert, erfahrungsgemäß würden 90 Prozent der Verkehrsteilnehmer ihr Fahrverhalten in vergleichbaren Fällen anpassen.
Die Zustimmung des LBM zur Einrichtung einer Tempo-30-Zone in der Ortsdurchfahrt, beginnend ab der Jahn- und endend an der Friedhofstraße, liegt vor. Die Geschwindigkeitsbeschränkung auf der betroffenen Germersheimer-, Haupt- und Schwegenheimer Straße (K 31) gilt nachts für die Zeit zwischen 22 und sechs Uhr. Das Ordnungsamt der Verbandsgemeindeverwaltung kümmert sich um die Umsetzung. Der Bauhof wird die erforderlichen Schilder montieren.