Kreis Germersheim Hilfe bei Behördengängen

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„Ein echtes, gelebtes Miteinander“ von Bürgern mit und ohne Migrationshintergrund möchte der Interkulturelle Verein Wörth (Inku) fördern und nimmt sich der aktuellen Flüchtlingsproblematik an. Da immer mehr Menschen in die Region kommen, sollen Patenschaften bei den Ankunft und im Alltag helfen. Dazu hat der Verein ein Konzept ausgearbeitet.

Die kommunalen Aufgaben wie die Unterbringung, die Durchführung von Sprachkursen und die Organisation der Erstausstattung für die Flüchtlinge übernimmt die Stadt Wörth, die dabei von weiteren Akteuren wie dem Kreis oder der Agentur für Arbeit unterstützt wird. Doch auch für die Zivilgesellschaft ist die Flüchtlingswelle eine Herausforderung, so die Feststellung des Vereins. Der Inku möchte zusätzlich helfen und arbeitet dabei überparteilich und gegenüber allen religiösen Richtungen neutral, wie er in einer Mitteilung betont. In enger Abstimmung mit der Stadt Wörth und weiteren Ehrenamtlichen wurde nun ein Konzept entwickelt, das Patenschaften für Flüchtlinge vorsieht. Diese sollen dadurch im Alltag unterstützt werden. In einem ersten Schritt haben Paten und Flüchtlinge im Rahmen eines Treffens die Möglichkeit, sich kennenzulernen. Bei diesem wird auch das Projekt und die konkreten Elemente der Patenschaft vorgestellt. Durch einen gemeinsamen Spaziergang in der Stadt werden die Infrastruktur, die Schulen sowie das System von Straßenbahnen und Bussen vorgestellt. Auch die örtlichen Einkaufsmöglichkeiten und Sportanlagen, Kirchen und Moschee werden angesprochen. Beim interkulturellen Frühstück, das an jedem ersten Sonntag im Monat durchgeführt wird, ergeben sich zusätzliche Möglichkeiten, sich in einer zwanglosen Atmosphäre auszutauschen. Gemeinsame Interessen können beim Besuch von sozialen, sportlichen oder kulturellen Veranstaltungen gestärkt werden, wie ein Vorschlag lautet. Auch die Begleitung bei Behördengängen und Hilfe mit den Formalitäten sieht das Inku-Konzept vor. Dadurch soll die Teilhabe der Flüchtlinge am gesellschaftlichen Leben in der Stadt Wörth gestärkt werden. Der Inku lädt alle interessierten Personen und insbesondere Vereine und bürgerschaftliche Gruppierungen ein, eine Patenschaft zu übernehmen . Eine wichtige und konkrete Hilfestellung für Flüchtlinge bieten auch Sprachkurse. Am 20. Februar starten diese in Wörth. Es werden immer zwei Kurse gleichzeitig an den Tagen Dienstag, Mittwoch und Freitag um 16.30 Uhr angeboten. Auch in Schaidt ist noch im Februar ein Kurs geplant.

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