Kreis Germersheim Hecke auf Friedhof soll Metallzaun weichen

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„Das Leben auf dem Land hat sich in den letzten zehn Jahren stark verändert“. Dies stellte eine Bürgerin, die vor Jahren aus der Stadt nach Erlenbach gezogen war, in der Einwohnerfragestunde der Ratssitzung fest. Bald dürfe hier wohl kein Hahn mehr krähen, und kein Blatt mehr fallen, stellte sie wehmütig fest.

Zuvor hatte Ortsbürgermeister Klaus Bolz Vorschläge des Friedhofsausschusses zur Anlage eines neuen Friedhoffeldes vorgestellt. So soll eine große alte Hecke verschwinden und statt dessen ein Metallzaun als Eingrenzung dienen. Zudem sollen die Wege begradigt und drei große Bäume gefällt werden, da herausstehende Wurzeln Stolperfallen für die oft älteren Friedhofsbesucher sein könnten. Die Vorschläge waren auch im Rat nicht unumstritten. So meinte Petra Runck, dass das viele Grün, also die Hecke und die Bäume, gerade zu diesem Teil des Friedhofes passe. Nur weil sich Bürger über Laub und Grün beschwert hätten, müsse man nicht alles ändern. Denn danach würden sich eben wieder andere beschweren. Für die Bürgerin war dieser Teil des Friedhofes bisher der schönste des ihrer Meinung nach sonst nicht besonders hübschen Friedhofes. „Wenn ich mich einmal auf dem Erlenbacher Friedhof begraben lasse, dann hier“, habe sie immer gedacht. „Im Rest möchte ich nicht einmal liegen, wenn ich tot bin. Jetzt wird dieser letzte idyllische Teil auch noch platt gemacht.“ Anders sei beispielsweise der Karlsruher Hauptfriedhof mit seinen vielen Bäumen, Hecken und Sträuchern: „Der wirkt nicht tot.“ Auch Anregungen gab die Bürgerin: Immer mehr Menschen aus der ganzen Welt kämen in den Ort. Häuser werden an Nicht-Deutsche verkauft, das hätte es doch vor zehn Jahren noch nicht gegeben. Man sollte versuchen, die vielen Nationen besser zu integrieren, zum Beispiel mit einem Internationalen Tag oder Internationalen Stand bei der Kerwe. Zudem sprach sie Geschwindigkeitsbeschränkungen auf der Haynaer Straße an: Die vielerorts Tempo 30 auf Kreisstraßen eingeführt werden, sollte die Gemeinde auf den fahrenden Zug aufspringen. Möglicherweise wird auch bald in Erlenbach eine Bürgerinitiative (BI) gegründet, sagt dazu der Beigeordnete Maik Wünstel. Vertreter der Kandeler BI seien schon hier gewesen und hätten mit Bürgern gesprochen. (lnn)

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