Kreis Germersheim Hausärzte sterben aus

Im Kreis Germersheim bestehe bei den meisten ärztlichen Fachgruppen eine sehr gute Versorgung, sagt die Landesregierung auf eine kleine Anfrage des Landtagsabgeordneten Martin Brandl (CDU). Bei den Hausärzten liege der Versorgungsgrad im nördlichen Teil des Kreises bei 97,6 Prozent, im südlichen Teil bei 114,92 Prozent.
Wie es in fünf Jahren aussehe, sei ungewiss: Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) könne keine Prognose zur Zahl neuer Hausärzte abgeben. Nach Angaben der KV Rheinland-Pfalz erreichen aber in den nächsten fünf Jahren mehr als die Hälfte der Hausärzte im Kreis Germersheim das mittlere Austrittsalter von 62 Jahren. Bei den Fachärzten sehe die Situation größtenteils gut aus, so die Landesregierung. Lediglich bei den Hals-Nasen-Ohren-Ärzten liege der Versorgungsgrad mit 55,34 deutlich unter 100 Prozent. HNO-Ärzte, die im Kreis tätig werden wollen, könnten deshalb eine Zuwendung des Landes von bis zu 15.000 Euro erhalten. Brandl lädt zu einer Informations- und Diskussionsveranstaltung am Dienstag, 10. November, 19 Uhr, im Alten Spritzenhaus an der Dammschule in Wörth ein. Referenten sind die Vorsitzende der KV Rheinland-Pfalz, Sigrid Ultes-Kaiser, und der Ludwigshafener Internist Christof Heun-Letsch. (rhp)