Freckenfeld
Grundschule Freckenfeld: Im neuen Schuljahr bezugsfertig
Obwohl Mike Schönlaub (SPD) sein Amt als Bürgermeister der Verbandsgemeinde Kandel noch nicht angetreten hat, kann er sich bereits auf einen schönen Termin freuen. Der Abschluss der Renovierungsarbeiten der Grundschule Freckenfeld und der Umzug aus den Containern ins frisch renovierte Schulhaus gegenüber dem Kerweplatz sollen gefeiert werden.
Die Verbandsgemeinde hat in den vergangenen beiden Jahren rund 4,8 Millionen Euro in das Projekt investiert. Die Schülerinnen und Schüler der Ludwig-Riedinger-Grundschule in Kandel müssen jedoch ein weiteres Jahr warten, bevor sie ihr Mittagessen in der neuen Mensa an der Markstraße einnehmen können. Verzögerungen führten zu Problemen. Laut Bürgermeister Volker Poß (SPD) wurden die Arbeiten an den Fundamenten und der Bodenplatte inzwischen abgeschlossen, und weitere Arbeiten wurden vergeben. Die Fachleute rechnen weiterhin mit Gesamtkosten von 8,4 Millionen Euro und einer Fertigstellung zum Schuljahresbeginn 2026/27.
Grundsatzbeschluss schon 2023
Danach steht die Erweiterung und Sanierung der dritten Grundschule an, die sich in der Trägerschaft der Verbandsgemeinde Kandel befindet. Auch die Grundschule Minfeld soll für jeweils zwei Klassen pro Klassenstufe und als Ganztagsschule in Form der Betreuenden Grundschule tauglich gemacht werden. Geplant sind ein zweigeschossiger Anbau im Westen sowie Umbaumaßnahmen im Bestand. Bereits 2023 wurde hierzu der Grundsatzbeschluss gefasst. Inzwischen wurden die Kosten genauer berechnet, und die Baukosten belaufen sich auf 7,3 Millionen Euro.
Nicht alle Kosten sind „zuwendungsfähig“, wie die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD), die für die Gewährung der Landeszuschüsse zuständig ist, mitteilt. Für die Erweiterung werden nur 1,94 und für den Umbau nur 1,75 Millionen Euro als zuwendungsfähige Kosten anerkannt. Insgesamt werden somit nur 3,729 Millionen Euro Baukosten von 7,34 Millionen bezuschusst. Die Verbandsgemeinde erhält dafür vom Land 60 Prozent (2,24 Millionen) und vom Kreis nochmals 372.949 Euro Zuschuss. Den Rest, 4,73 Millionen Euro, muss die Verbandsgemeinde selbst aufbringen.
Kostenrichtlinien des Landes nicht angepasst
Voraussetzung für den Landeszuschuss ist jedoch, dass der Landtag die Haushaltsmittel jährlich bereitstellt. Bürgermeister Poß erklärte, dass die ausgewiesenen Verkehrsflächen und Sanitärbereiche herausgerechnet wurden und die Kostenrichtwerte des Landes aus einer Zeit stammen, als Bauen noch billiger war. Diese Richtlinien wurden nicht angepasst. Trotz direkter Gespräche mit der Landesregierung blieb es bei der geringen Zuschussberechnung. Die Ratsmitglieder akzeptierten den Bericht zähneknirschend und stimmten der Vergabe weiterer Planungsleistungen zu.
Minfelds Ortsbürgermeister Martin Volz (FWG) bedankte sich und zeigte sich erfreut, dass die erforderliche Erweiterung des Minfelder Schulhauses in Angriff genommen wird. Bis dahin werden wohl Ersatzräume genutzt. Derzeit dient das katholische Pfarrheim als Klassenzimmer und das protestantische Pfarrheim für das Mittagessen. Weitere Haushaltsmittel werden erst bereitgestellt, wenn die endgültigen Zahlen des Schulentwicklungsplans vorliegen. Mit dem Bau in Minfeld kann vermutlich erst 2027 begonnen werden.