Kreis Germersheim Große Pläne für kleine Halle

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Sollte die Freckenfelder Grundschulturnhalle tatsächlich umgebaut werden, wird das wohl ein Millionenprojekt. Hintergrund ist, dass die Gemeinde die Turnhalle möglicherweise von der Verbandsgemeinde Kandel übernehmen will. Dieses Vorhaben klopften die Freckenfelder bei der Sitzung des Bau- und Friedhofsausschuss am Montagabend ab.

Zunächst soll ein Architektenbüro untersuchen, ob und wie ein solcher Umbau aus baulicher und finanzieller Sicht erfolgen könnte. Dazu müssen die Architekten wissen, wie die Halle zukünftig genutzt werden soll. Darüber haben sich die Fraktionen des Gemeinderates Gedanken gemacht und am Montag eine Wunschliste vorgelegt. „Was Sie anstreben ist das Maximum und geht klar in Richtung Multifunktionshalle“, fasste Anke Meißner vom Bauamt der Verbandsgemeindeverwaltung zusammen. Auf jeden Fall soll die Halle für den Schulsport, den Sport der Kindergartengartenkinder und den Vereinssport offen sein. Zwei Ausnahmen sind Fußball und Tennis, so groß könne die neue Halle nicht konzipiert werden, stellte Bürgermeisterin Gerlinde Jetter-Wüst (SPD) klar. Vielmehr soll die Halle geteilt werden können, um sie möglichst gut auslasten zu können. Der Bürgersaal soll integriert werden, aber „nicht nur saniert, sondern umgestaltet“, fand Martin Thürwächter (CDU) Zustimmung. Ein modernes Heizungskonzept und eine Solaranlage seien ebenso notwendig, wie ein Bewirtungstrakt, Umkleideräume und ein Stuhllager, stellte die Bürgermeisterin weitere Einzelheiten vor. So solle die Halle auch für private Anlässe gemietet werden können. Und selbstverständlich müsse alles barrierefrei erreichbar sein. „Wir müssen den Brunnenplatz hereinholen“ schwebt nicht nur Peter Neubauer (SPD) eine große Glasfront zum Dorfzentrum vor, die weit geöffnet werden kann. In der nächsten Gemeinderatssitzung wird der Bau- und Friedhofsausschuss diese Nutzungswünsche als Ausgangspunkt für ein Wirtschaftlichkeitskonzept empfehlen. Stimmt der Rat zu, soll das Architektenbüro Haack Lauerbach aus Ottersheim mit dem Konzept beauftragt werden. Am 10. Januar hatten sich die Freckenfelder bereits vor Ort über das Reverenzbeispiel, die Halle in Ottersheim, informiert. In erster Linie müssen die Architekten nun die Frage beantworten, ob sich die Bausubstanz überhaupt für die geplante Nutzung eignet. Sind die Wünsche mit einer Sanierung, oder nur durch Abriss und Neubau realisierbar? Bau- und Folgekosten sowie Fördermöglichkeiten sollen die Architekten ebenfalls darstellen. Haushaltsmittel, so Fachfrau Meißner, stünden derzeit nicht zur Verfügung. „Wenn das gemacht wird, dann wird ein Nachtragshaushalt notwendig“, sagt die Bürgermeisterin. |mldh

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