Kreis Germersheim Geld im Windpark angelegt

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Winden wird sich an dem Windkraftprojekt „Gollenberg“ mit 1 Prozent Anteil finanziell beteiligen. Das beschloss der Gemeinderat am Donnerstag mit knapper Mehrheit. Drei Räte stimmten dagegen, vier enthielten sich der Stimme.

In Herxheim sollen nochmals sieben Windräder errichtet werden. Planung und Bau erfolgt durch die Juwi-Energieprojekte. Dieser Windpark wird exclusiv der Energie-Südpfalz angeboten und diese sucht weitere Partner. Wie der Geschäftsführer der Stadtwerke Bad Bergzabern und des Energieversorgungsunternehmens Winden (EVU), Christian Müller, am Donnerstagabend erklärte, sei das Interesse groß. So halten jetzt bereits die Stadtwerke Germersheim 10 Prozent, die Stadtwerke Kaiserslautern und die Pfalzgas GmbH jeweils 7 Prozent und die Gemeindewerke Rheinzabern 5 Prozent der Gollenberg-Anteile. Kein Wunder, denn es werde dank Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) mit einer Planrendite von 8 Prozent gerechnet, so Müller. Selbst wenn nur 7 oder 5 Prozent erreicht würden, sei das eine rentable Anlage. Zwar hatte Bürgermeister Peter Beutel seine Zweifel, dass 8 Prozent Rendite erreicht werden. Er stimmte aber Müller zu: „Immer noch besser als gar keine oder gar Negativzinsen“. Die Gemeinde habe derzeit gute 100.000 Euro auf dem Konto. „Ich bin dafür, dass wir unser Kapital streuen“, sagte der Bürgermeister und fand Zustimmung. Nur ein Teil des Gemeinde-Kapitals soll jetzt in das Windparkprojekt investiert werden. Iris Berger fragte nach dem schlimmsten Fall, wenn es nicht klappen würde mit dem Windpark. „Sie tragen das unternehmerische Risiko für 20 Jahre“, machte Müller klar. Aber durch das EEG sei die Einspeisevergütung für 20 Jahre gesetzlich gesichert. Frank Ebersoldt hatte seine Not mit dem Begriff „Due Diligence“ im Beschlusstext. Denn, vereinfacht gesagt, eine positive umfassende Prüfung eines Unternehmens aus Käufersicht sei die Voraussetzung sich an dem Windparkprojekt überhaupt zu beteiligen. Erst wenn diese Prüfung abgeschlossen ist, komme die Beteiligung in trockene Tücher. So wurde diese Voraussetzung im Beschluss verankert. Für Thorsten Polletz war die Sache jetzt schon klar. Für einen Windpark gebe es nur zwei Risiken, den Wind und Bürger, die Projekte kippen. Das Gollenbergprojekt sei eine sichere Geldanlage, war er überzeugt. Zuvor hatte der Geschäftsführer den Wirtschaftsplan der Stadtwerke Bad Bergzabern, zu dem das EVU Winden gehört, zur Bestätigung vorgelegt. Einstimmig beschloss der Gemeinderat den Wirtschaftsplan. Darin schließt der Erfolgsplan mit Aufwendungen von 20.900 Euro und Erträgen von 30.300 Euro ab. Der Gewinn beträgt 9400 Euro. Der Vermögensplan schließt im Finanzierungsbedarf mit 100.000 Euro ab. (mldh)

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