Kreis Germersheim Gebrauchter Unimog für Bauhof

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Die Ortsgemeinde Berg wird zum Preis von 57.000 Euro einen 6 Jahre alten Unimog für den gemeindeeigenen Bauhof kaufen. Das bisher genutzte Fahrzeug war Mitte Mai durch einen Brandschaden schwer beschädigt worden.

Vor der Kaufentscheidung gab es einen kontroverse Diskussion im Berger Ortsgemeinderat, die in erster Linie um das Verfahren bei der Kaufvorbereitung ging. Die Notwendigkeit des Kaufes spielte hier nur eine untergeordnete Rolle. Das alte Fahrzeug habe in den letzten Jahren viele Reparaturen gehabt, sagte Ortsbürgermeister Günter Roitsch. Eine erneute Reparatur würde noch einmal mit rund 6000 Euro zu Buche schlagen und lohne sich nicht mehr. Das gebraucht von der Firma Berendsen angebotene Fahrzeug sei ein U 20 (Baujahr 2008, scheckheftgepflegt) und habe 22.059 Kilometer auf dem Buckel beziehungsweise 1550 Betriebsstunden. Vorher sei das Fahrzeug bei der Stadt Wörth im Einsatz gewesen. Er habe – so Roitsch – im Internet nach vergleichbaren gebrauchten Fahrzeugen geschaut. Hier habe er feststellen können, dass der Preis angemessen sei. Beim Fahrzeug vorhandenes Zubehör sei ebenfalls vorhanden. Manuel Offenbacher (SPD) sprach von 25.000 Euro Reparaturkosten innerhalb der vergangenen zwei Jahre. Es sei richtig, dass für das erneut defekte Fahrzeug ein neuer Unimog beschafft werde. Eine Ersatzbeschaffung auf die vorgesehene Art sei allerdings nicht richtig. Aus seiner Sicht müssten bei öffentlichen Geldern Vergleichsangebote eingeholt werden. Wenn später eine Überprüfung stattfinden würde, gäbe es sonst Probleme. Ortsbürgermeister Roitsch merkte hierzu an, dass es schwierig sei, bei dieser Art von gebrauchten Fahrzeugen Vergleichsangebote einzuholen. Der Beigeordnete Gerhard Fried (CDU) hielt den Vorgang für normal. Man habe im Internet recherchiert und dabei gefunden, dass alle Preise vergleichbar seien. Für Claudia Frenzel (Grüne) war die Vorgehensweise des Bürgermeisters ebenfalls nicht richtig. Bereits im März habe man im Rat über ein mögliches Neufahrzeug gesprochen. Geschehen sei dann aber nichts. Nun müsse man wegen des Defektes am aktuellen Fahrzeug unter Druck entscheiden. Das sei bei der genannten Summe nicht angenehm. Die weitere Diskussion zeigte auf, dass auch die Alternativmöglichkeit, nämlich einen Traktor zu kaufen, unter dem Strich keine Vorteile bringen würde. Nach kontroverser Diskussion entschieden sich drei Ratsmitglieder von der SPD, nicht an der folgenden Abstimmung teilzunehmen, weil nach ihrer Ansicht das Verfahren nicht rechtmäßig sei. Bei sieben Zustimmungen und fünf Enthaltungen beschloss der Rest des Rates den Kauf des gebrauchten Unimogs. (hpm)

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