Kandel RHEINPFALZ Plus Artikel Gastrobetrieb im Rathauskeller erst nach Renovierung möglich

Der Eingangsbereich der früheren Pizzeria „La Taverna“ im Keller des alten Rathauses. Hier soll es schon bald wieder einen Gastr
Der Eingangsbereich der früheren Pizzeria »La Taverna« im Keller des alten Rathauses. Hier soll es schon bald wieder einen Gastronomiebetrieb geben.

Wenn es nach der Stadt geht, soll es im Keller des Rathauses bald wieder einen attraktiven Gastronomiebetrieb geben. Welche Hürden es auf diesem Weg gibt.

Nichts wird es mit einer raschen Wiedereröffnung eines Gastronomiebetriebes im Keller des Rathauses in der Hauptstraße. Nachdem die langjährige Pächterin schon Ende vergangenen Jahres gekündigt und den Betrieb der bekannten Pizzeria „La Taverna“ eingestellt hatte, gingen die Bemühungen der Stadt um eine Nachfolgeregelung los. Doch hierbei zeichneten sich einige Probleme ab. So waren vor allem Auflagen der Lebensmittelaufsichtsbehörde sowie Forderungen aus Brandschutz und dem technischen Regelwerk zu erfüllen.

Schwierigkeiten bereitet vor allem die Forderung, dass künftig im Keller des Rathauses nicht mehr mit Gas gekocht werden darf. Die Küchenabluft ist dafür zu gering, und größere Umbauten sind nicht möglich. Schließlich steht das Gebäude unter Denkmalschutz, wie Stadtbürgermeister Michael Gaudier (CDU) bei der jüngsten Sitzung des Stadtrates feststellte. Man müsse deshalb den elektrischen Hausanschluss so verbessern, dass das Kochen mit einem Induktionsherd mit sechs Kochfeldern möglich wird.

Öffentliche Ausschreibung der Stadt

Nach einer Aufstellung von Jürgen Dreisinger von der Verbandsgemeindeverwaltung sind Renovierungsarbeiten für rund 92.000 Euro erforderlich. Nicht nur für die Elektroarbeiten, sondern auch für Sanitär-, Fliesen-, Maler- und Reinigungsarbeiten. Gleichzeitig sollen Interessenten an einer Übernahme der Gaststätte gewonnen werden, weshalb die Stadt eine öffentliche Ausschreibung vornimmt.

Bisher hätten sich bereits mehrere Interessenten für den Gastronomiebetrieb gemeldet. Auch sie sollen erneut angeschrieben werden. Für die monatliche Pacht für die 123 Quadratmeter an Gasträumen (wobei auch eine Außenbestuhlung auf dem Vorplatz möglich ist) erwartet die Stadt einen Betrag von zehn Prozent des Gesamt-Netto-Umsatzes, monatlich aber mindestens 2000 Euro.

Interessenten können sich ab sofort bei babara.seither@vg-kandel.de melden. Weil alle wünschen, dass es schon bald wieder einen attraktiven Gastronomiebetrieb im Keller des Rathauses gibt, wurden die Vorschläge der Stadtspitze und der Verwaltung einstimmig gebilligt.

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