Kreis Germersheim Güterzüge: Brandl und Schaile fordern zu Widerstand auf

Germersheim. Drohender Bahnlärm gefährdet Wohnqualität in Germersheim und im Stadtteil Sondernheim. darin sind sich Landtagsabgeordneter Martin Brandl und der Germersheimer Bürgermeister Marcus Schaile (beide CDU) einig. „Ein verdichteter Güterfernverkehr Rotterdam-Genua darf nicht zulasten von Germersheim und Sondernheim gehen“, erklären beide. „Wir werden uns gegen den drohenden Bahnlärm wehren.“
Nach Plänen der Deutschen Bahn sollen auf der Strecke Wörth–Ludwigshafen 42 Güterzügen zusätzlich pro 24 Stunden fahren (wir berichteten). Seit Bekanntwerden dieser als „Kleine Pfalzlösung“ bezeichneten Planung formiert sich entlang der Bahnstrecke parteiübergreifend Widerstand. Der Germersheimer Bürgermeister spricht sich unmissverständlich gegen die Pläne der Bahn aus: „Wir haben die bürgerfreundliche, leise Stadtbahn nicht mit hohem finanziellen Aufwand gebaut, um darüber – quasi als Trojanisches Pferd – Güterzuglärm in die Stadt zu holen.“ Der von der Bahn geplante verstärkte Güterfernverkehr würde Germersheim und Sondernheim in unzumutbarer Weise mit Lärm belasten, argumentiert Schaile. Vor allem sähen sich die Einwohner Sondernheims einem Schreckensszenario gegenüber. Wer den Streckenverlauf kennt, wisse, dass dieser fast komplett in einem Bogen durch das Dorf führt, die Sondernheimer vom Bahnlärm förmlich eingekesselt wären, so Schaile. Aber auch Germersheim selbst liege in unmittelbarer Nähe an der Bahnstrecke und viele Bürger würden ebenso stark vom Güterzuglärm belastet. Schaile will deshalb das Thema „Bahnlärm“ sowohl in der öffentlichen Sitzung des Hauptausschusses am 10. Februar um 18 Uhr als auch in der nächsten Sitzung des Stadtrates am 19. Februar, ebenfalls um 18 Uhr, in den Mittelpunkt stellen, um die Germersheimer Bürger über den neuesten Stand zu informieren. (rhp/tom)