Kreis Germersheim Güterverkehr: „Kein aktives Verschulden“

Placeholder-Image

Wörth. „Vollkommen unbestritten ist seitens der SPD, dass alle Fraktionen in Kreis und Stadt den S-Bahn-Ausbau unterstützt haben“, sagt der Wörther SPD-Vorsitzende Dennis Nitsche zum entsprechenden Hinweis der CDU. Letztere hatte damit auf den SPD-Vorwurf reagiert, Bürgermeister Seiter (Wörth, CDU) und Landrat Brechtel (CDU) hätten früher von den Güterverkehrsplänen der Bahn wissen können (wir berichteten).

Richtig sei aber, so Nitsche weiter, dass die kommunalen Amtsträger in den Gesprächen mit der Bahn entweder nicht zum Thema Güterverkehr nachgehakt haben oder das Thema im Gesamtprozess schlicht nicht zur Sprache kam. Da die Strecke schon vor der Ertüchtigung als „Notfall-Ausweichstrecke“ im Falle von Behinderungen auf der badischen Seite gedient hatte, hätte die Nachfrage nahe gelegen, meint die SPD. Dass die Bahn von sich aus keine Angaben zu ihren Plänen machte, sei aus Sicht der Bahn nur zu verständlich. So haben die Kommunen ein erhebliches Päckchen der Ertüchtigungskosten geschultert, und die Bahn nutzt die Strecke nun, um gewinnbringenden Güterverkehr darüber zu leiten. „Es liegt mit Sicherheit kein aktives Verschulden der Amtsträger vor – das hat die SPD niemals behauptet! – eine Nachfrage zum ,Gesamtkonzept’ der Bahn hätte aber zweifellos gut getan“, schreibt Nitsche. Die Räte in Stadt und Kreis waren als Ehrenamtliche im Gegensatz zu den Verwaltungen nicht in die Bahn-Gespräche involviert. „Die SPD Wörth wiederholt daher das weiterhin offen und ehrlich gemeinte Angebot, sich gemeinsam des Themas anzunehmen“, so Nitsche. (rhp)

x