Kreis Germersheim Fritz Hock und Ursula Nagel

Auch der Schulleiter der Geschwister-Scholl-Realschule plus, Fritz Hock, feiert heute sein 40-jähriges Dienstjubiläum. ADD-Schulaufsichtsbeamte Ralf Schaubhut aus Neustadt wird ihm die Urkunde des Landes Rheinland-Pfalz überreichen. Seit Beginn des Schuljahres 2014/2015 ist Fritz Hock Schulleiter der Geschwister-Scholl-Realschule-plus in Germersheim. Bis Ende des vorherigen Schuljahres war Hock Schulleiter der Rülzheimer Realschule plus. Er verabschiedete dort letztmals Schüler der zehnten Klasse, da die Schule geschlossen wurde. An ihre Stelle trat die Integrierte Gesamtschule (wir berichteten). Hock trat 1975 an der Grund- und Hauptschule Wörth seine erste Lehramtsstelle an. 1990 wurde er zum Konrektor der Hauptschule Wörth ernannt, die später dann zur Regionalen Schule wurde. Im August 2007 wurde er Rektor in Rülzheim. Die Bildungspolitik im Land sieht Hock kritisch. Es dürfe nicht sein, dass immer mehr Schüler „auf´s Gymnasium wollen“, sagte er in einem früheren Interview. Es würden, besonders von Elternseite her, zu viele Erwartungen an die Schüler gestellt. „Nicht jeder Schüler ist für das Abitur geeignet.“ Den mittleren Bildungsweg, zum Beispiel mit einer Realschule mit Fachabitur-Abschluss, hält Hock für sinnvoller. „Der Weg von unten nach oben ist in der Regel erfolgreicher.“ Die Politik solle sich wieder mehr den Schülern zuwenden, anstatt an der Schulstruktur „herumzudoktern“. Heute sei es wichtiger, auf das Ergebnis zu achten, als darauf, wie dieses zustande komme, um den vorgegebenen Bildungsstandard zu erreichen. „Wir dürfen die Ansprüche an die Schüler und den Bildungsstandard nicht noch weiter reduzieren“, warnt er. Eine gesunde Konkurrenz unter den Schulen sei zwar gewollt und oft auch richtig, doch führe dies zu einem „Bildungstourismus“, auch über Kreisgrenzen hinweg. Außerdem schreibt Hock unter dem Kürzel (fh) seit vielen Jahren für die RHEINPFALZ. Ihr 25-jähriges Dienstjubiläum feierte am 25. Januar Ursula Nagel. Nach dem Abitur 1972 in Landau hat sie dort bis 1975 an der Erziehungswissenschaftlichen-Hochschule die Fächer Arbeitslehre, Bildende Kunst und Evangelische Religion studiert und ihre Erste Staatsprüfung 1975 abgelegt. Nach Tätigkeiten in der freien Wirtschaft und einer Erziehungszeit legte sie 1983 ihre Zweite Prüfung an der Grund- und Hauptschule Hagenbach ab und kam am 9. Januar 1992 an die Geschwister-Scholl-Schule. Viele Jahre war sie auch Klassenleiterin. Seit Juli 2013 befindet sich Ursula Nagel in der Freistellungsphase der Altersteilzeit. (wim/fh)