Kommentar
Freie Naturschule: Auch hier gelten Regeln
„Aller Anfang ist schwer“: Dieses Sprichwort gilt wohl auch für die zum Schuljahresbeginn gestartete „Freie Naturschule“ in Kandel. Bei den angemeldeten zwölf Kindern handelte es sich zum größten Teil um Erstklässler, die auch den Naturkindergarten besucht hatten. Schüler in den anderen Klassenstufen wechselten aus Regel-Grundschulen im Umkreis. Es sollte Gesamtunterricht in den altersgemischten Stufen 1 bis 4 stattfinden. Das stellte sich bald als nicht so ganz einfach heraus, wenn 10-jährige Viertklässler mit 6-jährigen Erstklässlern zusammen arbeiten sollen. Auch den Wechsel von Regelschulen in diese Form von Schule haben sich manche Erziehungsberechtigten wohl anders vorgestellt. Aber auch in der „Freien Naturschule“ gilt es sich an Regeln zu halten, auch wenn diese vorher gemeinsam erarbeitet wurden. Vor allem soziales Verhalten ist gefragt. Und so zogen manche Eltern dann doch die Regelschule wieder vor – trotz langer Gespräche mit den Lehrern. Diese müssen nun ihre Konsequenzen ziehen und bei der Einschulung von Quereinsteigern achtsamer sein, ob diese wirklich in ihr System passen.
