Wörth „Flutengel“ helfen wieder

Aktion der Wörther Flutengel, die für den Verein „Familien in Not e. V. Rietberg“ gestartet wurde. Beim Pfarrer-Johann-Schiller-
Aktion der Wörther Flutengel, die für den Verein »Familien in Not e. V. Rietberg« gestartet wurde. Beim Pfarrer-Johann-Schiller-Haus wurde der Lastwagen mit Hilfsgütern beladen.

Recht kurzfristig konnte der Vorsitzende der Wörther „Flutengel“, Thomas Pfirrmann, wieder aktiv werden und einen Hilfstransport ins Ahrtal und nach Litauen unterstützen.

Anfang vergangener Woche erhielt er einen Anruf vom Vorsitzenden des Vereins „Familien in Not e. V. Rietberg“, Georg Winkler. Dieser führt seit 26 Jahren Hilfstransporte in ganz Europa durch und finanziert sich nur durch Spenden (IBAN DE09 4785 2760 0014 3050 07). Er hatte durch den Kontaktmann der Wörther „Flutengel“ in Euskirchen, Andreas („Andy“) Peter erfahren, dass hier noch zahlreiche Kleiderspenden lagern würden. Dabei handelte es sich aber um die in Germersheim gelagerten, die inzwischen schon in die Ukraine transportiert wurden.

Pfirrmann sprach deshalb die für die Wörther Kleiderkammer zuständige Gerda Klödy vom DRK an. Sie konnte ihm einige Kleidungsstücke hauptsächlich für Männer zur Verfügung stellen. Diese gehen mit „Familien in Not“ nach Litauen, wo Flüchtlinge vorrangig aus Syrien versorgt werden. Zuvor war Klödy auch dem Aufruf gefolgt, Kleidung für den Transport in Wörths polnische Partnerstadt Drezdenko zur Verfügung zu stellen, wo ukrainische Flüchtlinge beherbergt werden.

Nicht nur Kleidung

Zudem hatte die Schriftführerin der „Flutengel“, Mirilla Adam, erfahren, dass das Pfarrer-Johann-Schiller-Haus Tische und Stühle abzugeben habe. Nach Rücksprache mit Magnus Wagner, dem zweiten Kontaktmann der „Flutengel“ im Ahrtal war klar, dass diese vor Ort gut gebraucht werden können.

Am Mittwoch kam Georg Winkler gegen Mitternacht von einem Hilfstransport in den Kosovo zusammen mit seinem Beifahrer bei Thomas Pfirrmann mit seinem Lastwagen mit einer Ladefläche von 13,40 Metern an und sie übernachteten bei ihm. Für diese letzte Fahrt hatte er etwa 4000 Euro für Sprit und Mautgebühren gebraucht. Am Donnerstag wurden morgens die Kleiderkartons sowie zwei Krankenbetten bei Pfirrmann geladen, ehe die Stühle und Tische sowie Rollstühle am Pfarrer-Johann-Schiller-Haus eingeladen wurden.

Rheinüberschreitende Hilfe

Da Pfirrmann so schnell dafür keine eigenen Helfer organisieren konnte, bekam er von den Arbeitsförderungsbetrieben Karlsruhe (AFKA), einer sozialen Einrichtung der Stadt Karlsruhe vier Männer geschickt, um den Lastwagen zu beladen. Pfirrmann ist bei der Stadt Karlsruhe beim Amt für Baumpflege beschäftigt und konnte so schnelle unbürokratische Hilfe – auch über Ländergrenzen hinweg – bekommen.

Hab den Wagen vollgeladen. Hilfsgüter für Bedürftige.
Hab den Wagen vollgeladen. Hilfsgüter für Bedürftige.
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