Minfeld
Feuerwehr rückt zu Brand aus
Priorität hat die Menschenrettung. Vier eingeschlossene Personen werden in der Schulturnhalle von Minfeld gemeldet, und dichter Rauch dringt bereits aus Fenster und Türen. Ein Feuer ist in der Halle ausgebrochen, mitten in einer Turnstunde, berichten am Samstag Passanten an der Straße den zunächst anrückenden Wehrleuten aus Minfeld. Deren Wehrführer Sebastian Schmitt ruft als Einsatzleiter weitere Einheiten hinzu, gibt Vollalarm für die Wehren der Verbandsgemeinde Kandel. Und die kommen in Windeseile über die Herrengasse angebraust und platzieren sich auf dem Parkplatz vor der Schulturnhalle in der Raiffeisenstraße.
2024 wird wohl Rekordjahr
Die dort abgestellten Privatfahrzeuge können stehen bleiben, es handelt sich ja nur um eine Übung. Es ist die Abschlussübung der Freiwilligen Feuerwehren für das Jahr 2024, das hinsichtlich der Einsatzzahlen zu einem Rekordjahr werden dürfte, wie Wehrleiter Alexander Ditz bei der anschließenden Besprechung berichten sollte. Doch zunächst können die vielen Beobachter den Ablauf der Rettungsaktion beobachten. Mit Atemschutzgeräten ausgestattet gehen mehrere Trupps zeitgleich in die Halle und bringen nacheinander die eingeschlossenen Menschen in Sicherheit. Derweil wird die Halle umstellt, ein Außenangriff wird vorbereitet, die erforderliche Wasserversorgung hierfür bereitgelegt.
Um einen besseren Überblick aus der Vogelperspektive zu erhalten, wird der Einsatz durch ein Drohnenteam der Feuerwehr unterstützt, auch die Drehleiter wird in Stellung gebracht. Einsatzkräfte sollen das Dach der Halle von oben beobachten und, falls erforderlich, mit dem Löschangriff beginnen. Dies ist, wie sich bald herausstellt, bei der Übung allerdings nicht erforderlich. Vermutlich letztmals bei einer Jahresabschlussübung zum Einsatz kommt dabei die Drehleiter, die 20 Jahre auf dem Buckel hat und schon bald ersetzt werden soll. Andernorts, vermutlich im Ausland, kann sie noch gute Dienste tun, so ist zu hören.
Freude über Wertschätzung
Den Beobachtern erklärt derweil Willi Schneider die einzelnen Übungsabschnitte. Schon nach rund 35 Minuten ist aber alles vorbei. Bastian Jung, stellvertretender Wehrleiter der Verbandsgemeinde Kandel, zieht am Ende ein positives Fazit und betont, dass die Wehren vorbildlich Hand in Hand arbeiteten. Und Wehrleiter Alexander Ditz freut sich über die große Wertschätzung der Arbeit der Feuerwehrleute, die durch positive Beschlüsse des Verbandsgemeinderates, durch reges Interesse von Kommunalpolitikern und der Bevölkerung an den Übungen und Veranstaltungen immer wieder zum Ausdruck gebracht werde.