Germersheim RHEINPFALZ Plus Artikel Feuer verschlingt Dachstuhl von Mehrfamilienhaus

Gegen 8.38 Uhr wurde die Feuerwehr zu einem Brand in der Gustel-Töpfer-Straße gerufen.
Gegen 8.38 Uhr wurde die Feuerwehr zu einem Brand in der Gustel-Töpfer-Straße gerufen.

Bei einem Brand in einem Mehrfamilienhaus entstand ein Sachschaden in Höhe von mehreren Tausend Euro. Das Feuer in der Doppelhaushälfte brach nach 8 Uhr aus. Die Brandursache ist noch unbekannt, doch wurde ein Mann aus dem Haus laufen gesehen.

Die Geschwister-Scholl-Straße ist abgesperrt. Die Polizei hat ein Einsatzfahrzeug quer auf der Straße abgestellt. Einige Meter weiter stehen rund 10 Menschen in mehreren Gruppen auf der Straße, unterhalten sich, sprechen ins Mobiltelefon und blicken in eine Richtung. Und in dieser ist die Feuerwehr zugange – aus den Löschkanonen zweier Gelenkmast-Fahrzeuge sprüht Wasser auf ein Dach. Teilweise ist verkohltes Dachgebälk zu sehen. Qualm steigt immer noch aus dem Dachstuhl aus. Am Montagmorgen gab es in einem Mehrfamilienhaus einen Dachstuhlbrand. Für die Bewohner schlimm, denn es sind noch Katzen in einer Wohnung.

„Gegen 8.38 wurden wir alarmiert“, sagt Wehrleiter Andreas Magin auf RHEINPFALZ-Nachfrage. Wegen Rauch aus einer Wohnung seien sie ausgerückt, bei der Ankunft sei klar gewesen, dass es ein größerer Brand ist. Sofort sei über die Leitstelle Hilfe von anderen Wehren aus der Umgebung hinzugerufen worden. Dem Ruf gefolgt sind die Wehren aus Lingenfeld und Westheim sowie die Daimler-Werksfeuerwehr des GLC mit ihren Gelenkmast-Fahrzeugen. So konnte von beiden Seiten des Hauses das Feuer bekämpft werden. „Das Nachbarhaus wurde gerettet“, sagt Bürgermeister Marcus Schaile, der sich ein Bild vom Brand vor Ort macht. „Das Übergreifen wurde verhindert, doch kann es sein, dass es Rauchschäden im Nachbarhaus gibt“, ergänzt Magin. Insgesamt waren 37 Wehrleute mit elf Fahrzeugen und der Ortsverband des DRK am Einsatzort.

Weniger Glück haben die neun Bewohner des Brandhauses, die sich zwar alle retten konnten, doch sie müssen vorerst anderweitig untergebracht werden. Das Löschwasser ist Magin zufolge vom Dachstuhl über das Treppenhaus bis in den Keller gelaufen. Betroffen seien aber auch elektrische Leitungen. „Die Stadtwerke haben den Strom abstellen müssen“, sagt Magin. Erst wenn ein Elektrobetrieb sagt, dass das Stromsystem in Ordnung sei, könnten die Bewohner wieder ins Haus. Die Höhe des Sachschadens will Magin nicht genau beziffern: „Es wird sicherlich ein neuer Dachstuhl benötigt.“ Das werde sicherlich fünfstellig oder mehr.

Ungeklärt ist die Rolle eines Mannes, der gesehen wurde, wie er kurz vor der Entdeckung des Brandes und Alarmierung der Feuerwehr das Haus verlassen hat. Die Kripo hat die Ermittlungen aufgenommen. Brandsachverständige werden die Wohnung unter dem Dach, in der der Brand wohl ausbrach, sicherlich genauer untersuchen.

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