Kommentar
Ferienzeiten: Kein klares Bild unter Eltern
Skifahrer lieben die Winterferien. Fasnachter stöhnen, weil ihnen die Leute in der Zeit fehlen. An Pfingsten muss man nicht weit reisen, um in sonnigen Gefilden bezahlbaren Urlaub außerhalb der Hochsaison zu machen. Die Ferien zerschneiden aber einen wichtigen Unterrichtsblock vor dem Schuljahresende. Manche Familien sind froh, wenn sie nach dem Festtagstrott an Weihnachten schnell ins normale Leben zurückkehren können. Den Abiturienten fehlen allerdings wertvolle Tage zum Lernen.
Man kann es drehen und wenden, wie man will: Die Ferienzeiten werden nie allen passen. Unter den Eltern gibt es jedenfalls kein klares Bild. Bei allen persönlichen Vorlieben ist das Argument, dass viele kurze Ferien wenig Erholung bieten und Unterricht dadurch zerfranst, nicht von der Hand zu weisen. Und wenn alle Bundesländer in lange Pfingstferien gehen würden, würden sich späte Sommerferien wahrscheinlich überschneiden und die Touristenziele noch knallvoller sein.
Die Winter- und Pfingstferien waren ein schönes Intermezzo. Zweimal kommen Familien noch in den Genuss. Anschließend gibt es, so der Wunsch aus der Praxis, bis 2030 mehr freie Tage an Weihnachten und Ostern. Dann werden die Termine neu festgelegt. Vielleicht hat sich das Meinungsbild bis dahin ja wieder geändert.
