Jockgrim RHEINPFALZ Plus Artikel Fasnachtsumzug: Neuer Termin soll mehr Teilnehmer bringen

Die Pokerface Bagaasch beim Faschingsumzug 2023.
Die Pokerface Bagaasch beim Faschingsumzug 2023.

Große Veränderung bei den Jockgrimer Fasnachtern: Der Umzug findet 2025 erstmals am Rosenmontag statt. Von dem neuen Termin erhofft man sich auch wieder mehr Teilnehmer.

Die Jockgrimer Fasnachter brechen in diesem Jahr zum ersten Mal mit einer seit Jahrzehnten gepflegten Tradition: Der Faschingsumzug wird 2025 zum ersten Mal am Rosenmontag stattfinden, nicht wie bisher am Faschingsdienstag. Anfang Dezember gab der Faschingsausschuss in der Jockgrim Kulturgemeinschaft die Änderung des Umzugstages bekannt. Schnell machte die Neuigkeit die Runde, auch wenn es mancher Faschingsfreund zuerst gar nicht glauben wollte.

Ulrike Hildebrand, die seit dieser Kampagne zusammen mit Christian Koch den Faschingsausschuss leitet, erklärt die Hintergründe für diese Entscheidung. „In den letzten Jahren gingen die Teilnehmerzahlen beim Jockgrimer Fasnachtsumzug, der traditionell am frühen Nachmittag des Faschingsdienstags startete, zurück.“ Viele Vereine und andere regelmäßige Teilnehmergruppen hatten nicht mehr genug Personen, die mitlaufen wollten oder beim Bau eines Motivwagens halfen. Dazu wurde „aufgrund der dadurch abnehmenden Teilnehmerzahl der Umzug für viele Gruppen unattraktiv“, so Hildebrand.

Der närrische Zug wurde immer kürzer, die Zuschauer am Straßenrand wurden weniger, viele besuchten andere Umzüge in der Region – wie dem Umzug in Rheinzabern, der fast zeitgleich stattfand. „Unser Ziel ist es, den Jockgrimer Fasnachsumzug zu erhalten, für Vereine, Gruppen und umliegende Gemeinden interessant zu gestalten“, sagt Hildebrand. Somit musste eine für alle verträgliche Lösung gefunden werden. „Deshalb sprachen wir, das Team „Umzug“ im Herbst mit den Gruppen, die in den letzten Jahren noch dabei waren, was sie von einem neuen Umzugstag halten würden“, so Hildebrand.

Intensiv wurde das Thema schließlich in einer „Klausurtagung“ des Faschingsausschusses diskutiert, mit den Aufsichtsbehörden und der Ortsgemeinde sei gesprochen worden. „Kindergärten, Schulen und die Verbandsgemeinde sehen in der Verlegung keine größeren Probleme. Da nichts gegen den Rosenmontag als Umzugstag sprach – ganz im Gegenteil, viele signalisierten vielmehr, sie würden teilnehmen, darunter auch „Wiedereinsteiger“ – wurde das Novum als Pilotprojekt offiziell.

Ortsbürgermeister German Guttenbacher, der über die Pläne informiert war, finde es gut, dass bei den Jockgrimer Fasnachtern ein neuer Geist weht und Neues ausprobiert werde. „Wir müssen uns jetzt zwar in Bezug auf den Umzug umgewöhnen, aber die Gründe finde ich nachvollziehbar und grundsätzlich gut.“ Jetzt lohne sich für manche Gruppe der Bau eines Faschingswagens mehr, denn neben Jockgrim könne noch an anderen Umzügen teilgenommen werden. „Als ich vom Beschluss des Faschingsausschusses hörte, habe ich sofort reagiert und die Firma, die seit Jahren nach dem Umzug die Straßen reinigt, umgebucht. Das hat problemlos geklappt“, so Guttenbacher.

„Natürlich findet nicht jeder gefallen an dieser recht kurzfristigen Aktion, aber bislang haben wir fünf Anmeldungen von auswärtigen Gruppen und Vereinen. Zudem haben auch neue Gruppen aus dem Ort Interesse bekundet“, so Hildebrand über den aktuellen Planungsstand.

Übrigens steht die Jockgrimer Faschingskampagne, wie in traditionell auch in den Vorjahren, unter einem konkreten Motto. Es lautet „Mit Glämma, Glanz und voller Pracht, die Goldenen 20er auf der Jockgrimer Fasenacht.“

Wer gerne am Rosenmontags-Umzug 2025 am 3. März, teilnehmen möchte, kann sich bis Montag 3. Februar bei schochlars@web.de anmelden.

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