Kreis Germersheim Faschingsumzug verpasst wegen überfüllter Stadtbahn

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Wer vergangenen Samstag mit der S-Bahn zum Faschingsumzug nach Germersheim fahren wollte, wartete zum Teil vergeblich: Nach RHEINPFALZ-Informationen konnten mehr als 20 Fahrgäste in Bellheim und Sondernheim nicht einsteigen, weil der Zug einfach an den Haltestellen vorbeifuhr.

Es handelte sich dabei um die S-Bahn 52, die um 12.25 Uhr in Wörth abfuhr und um 12.57 Uhr in Germersheim ankommen sollte – pünktlich zum Fastnachtsumzug, der um 13.30 begann. Ein früherer Zug fuhr die Haltestellen zwar noch an, war jedoch bereits so überfüllt, dass in Bellheim und Sondernheim niemand mehr einsteigen konnte. Die Bahn, die um 12.57 Uhr ankommen sollte, hielt gar nicht erst und ließ die Wartenden, die bereits ein Ticket gelöst hatten, stehen. Die KVV bestätigte den Vorfall. Auf Nachfrage der RHEINPFALZ, warum am Faschingssamstag keine zusätzlichen Züge eingesetzt wurden, erklärte der Verbund, dass man hierzu keine Veranlassung gesehen habe: „Uns lag vonseiten des Landkreises beziehungsweise der Kommune keine Bestellung für Mehrverkehr vor“, so Pressesprecher Michael Krauth von der Albtalverkehrsgesellschaft (AVG). „Daher fuhr die S52 wie üblich mit nur einem Wagen.“ Auf die Frage hin, ob die KVV in der Faschingswoche den Einsatz von Extrazügen aufgrund langjähriger Erfahrungswerte nicht selbstständig hätte einplanen können, hieß es weiter, dass solche eigenmächtigen Entscheidungen nur in Ausnahmefällen getroffen würden. „Bei anderen Verkehrsgesellschaften läuft das teilweise anders, doch bei uns ist es so: Solange keine Mehrbestellung vorliegt, wird in der Regel kein zusätzliches Fahrzeug eingesetzt.“ Der Kreis sieht sich jedoch hierfür nicht zuständig und verweist seinerseits auf den Veranstalter des Fastnachtsumzuges, der für „eine mögliche Anmeldung eines erhöhten Bedarfs an Wagen“ verantwortlich sei. Ob Fahrgäste, die deswegen 4,10 Euro umsonst gezahlt haben, ihr Geld zurückerhalten können, müsse laut AVG individuell geprüft werden. Info Betroffene können sich unter folgender E-Mail-Adresse an die Servicestelle des KVV wenden und den Vorfall schildern: reklamation@kvv.karlsruhe.de (kfa)

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