Kreis Germersheim Familienbüro eröffnet
Die Sanierung der Hochhäuser auf dem Dorschberg ist fast abgeschlossen. Gestern öffnete dort das Tüpfelchen auf dem „i“: Das Familienbüro.
Das Büro ist eine Anlaufstelle für alle Wörther, die Rat und Hilfe suchen. „Das Büro soll eine Lotsenfunktion erfüllen“, so Silvia Kempf-Diehl, Leiterin des Mehrgenerationenhauses, das wie das Familienbüro vom Internationalen Bund (IB) betrieben wird. Mit „Lotsenfunktion“ meint Kempf-Diehl, dass die Sozialarbeiterin vor Ort nicht für alle Themenbereiche die Beratung selbst leisten kann. Ihre Aufgabe wird vielmehr sein, die Ratsuchenden an die richtigen Ansprechpartner weiterzuleiten. Dazu bedarf es einer intensiven Kooperation mit Kitas, Schulen, Schulsozialarbeit, Beratungsstellen und Behörden. Das soll im Einzelfall sogar eine aufsuchende Familienhilfe ermöglichen. Gefragt sei auch das Engagement von ehrenamtliche Kräften. So könne beispielsweise eine Hausaufgabenhilfe angeboten werden. Entsprechende Familienbüros wurden im vergangenen Jahr bereits in den anderen Verbandsgemeinden im Kreis Germersheim eingerichtet. Sie sind Teil des Konzepts für eine familienorientierte soziale Arbeit. Die Personalkosten (eine halbe Stelle) übernimmt die Kreisverwaltung, die laufenden Kosten für die Räume zahlt die Stadt Wörth, die Räume stellte die Wohnbau Wörth zur Verfügung, der die beiden Hochhäuser gehören. Rund 30.000 Euro habe die Sanierung der Räume gekostet, sagt Wohnbau-Geschäftsführerin Petra Pfeiffer. Etwa ein Drittel der Kosten seien durch Spenden von den an der Sanierung beteiligten Firmen finanziert worden. Für Pfeiffer ist das Familienbüro Teil der Sanierung der Hochhäuser. „Hier leben 600 bis 700 Menschen. Das ist ein ganzes Dorf“, sagt Pfeiffer. Und ein Dorf brauche schließlich auch einen sozialen Mittelpunkt. Info Familienbüro Wörth, Dorschbergstraße 6 (EG links), 0151 42201729 (lap)