KANDEL
Für Kinderbetreuung während des Arztbesuches ist gesorgt
Mit dem neuen Angebot möchte das DRK Menschen aller Altersgruppen ansprechen und in unterschiedlichen Lebenslagen Hilfe und Unterstützung anbieten. Dazu hat das DRK das Gebäude, in dem bisher ein Laden für Kreativbedarf untergebracht war, angemietet. Jetzt wurde das Zentrum im Beisein von DRK-Geschäftsführer Thorsten Böttcher und Stadtbürgermeister Michael Niedermeier eröffnet. Böttcher betonte, dass das DRK seit einiger Zeit in neuen Arbeitsfeldern aktiv ist und sich nicht nur auf den Rettungsdienst, die Erste-Hilfe-Kurse oder die Organisation von Blutspenden beschränke. Demnächst entstehen im Altbau der Rettungswache in der Robert-Koch-Straße Räume für weitere ambulante und stationäre Dienste.
Büroleiterin Tanja Meyer-Kietz bekam bei dieser Gelegenheit offiziell von Stadtbürgermeister Niedermeier die Urkunde zur Bestellung als „Seniorenbeauftragte der Stadt Kandel“ übergeben. Meyer-Kietz war bisher im Jugendzentrum der Stadt beschäftigt. Man setze auf ihre kreativen Ideen und auf ihre Kompetenz, auf die Menschen zuzugehen, hieß es. Tanja Meyer-Kietz deutete an, dass sie schon bald mit Kursen beginnen werde und zu Informationsveranstaltungen, etwa zum Thema „Kindergesundheit“ einladen möchte.
Ganz konkret ist schon die Planung für das Ferienprogramm mit dem Circus Soluna, das in der zweiten und dritten Woche im August auf dem Festplatz in Herxheim stattfindet. Hier arbeitet das DRK mit anderen Einrichtungen zusammen. Das Circus-Projekt etwa findet gemeinsam mit dem Jugendnetzwerk der Verbandsgemeinde Herxheim statt. Kooperationen sind auch bei anderen Themengebieten angesagt. Während der Eröffnungsrunde, an der auch Simone Lövenich vom Kita- und Schulinklusionsassistenzdienst teilnahm, beschäftigten sich einige Mädchen im Obergeschoss schon mit Näharbeiten. Dienstags und mittwochs läuft „Grundlagen im Nähen“ bereits.
Doch neben den Ferien- und Bastelangeboten und den Vortragsveranstaltungen findet man im KiJuFa-Zentrum in Kandel auch einen Still- und Wickel-Point (im oberen Bereich des Hauses). Während Eltern zum Arzt müssen, können hier Kinder auch vorübergehend betreut werden. Grundlagen der Entspannungspädagogik werden ebenso eingeübt wie das „therapeutische Puppenspiel“. Tanja Meyer-Kietz ist auch ausgebildete Trauerbegleiterin und steht hierfür auf Anfrage ebenfalls zur Verfügung. In ihrer neuen Funktion als Seniorenbeauftragte will sie nicht nur Ansprechpartnerin sein, sondern auch Beraterin bei Entscheidungen und Vorhaben der Stadt, die die Senioren betreffen. Im neuen Ki-Ju-Fa-Zentrum in der Hauptstraße 78 dürfte es jedenfalls schon bald recht lebhaft zugehen.