Kreis Germersheim Erster Punkt: Bänke rund um die Kirche

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Eine kontrovers geführte Diskussion kann durchaus fruchtbar sein. In der Sitzung im Februar stimmte der Rat dagegen, am Landeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ teilzunehmen. Allerdings wollten einige Ratsmitglieder das Thema damit nicht so einfach abgetan haben. Auf Initiative von Markus Schulz und dem Beigeordneten Maik Wünstel traf sich nun eine Arbeitsgruppe

Vergangene Woche traf sich die Arbeitsgruppe nun zu einer Auftaktveranstaltung erstmals im Ratssaal. „Gemeinsam für Erlenbach“ hat sie sich genannt. Ziel ist es, eine gemeinsame, langfristige Perspektive für Erlenbach zu gewinnen. Zuerst habe er ja etwas Bammel gehabt, ob so kurzfristig überhaupt jemand kommt, erklärte Wünstel. Aber immerhin zwölf Bürger waren bei der Veranstaltung, die von Marcus Schulze geleitet wurde, einige Interessenten hatten abgesagt, weil sie keine Zeit hatten. Die Debatte war von Anfang an angeregt, teils kontrovers. Viele hatten noch den Dorferneuerungsprozess von 2009 vor Augen, bei dem mit Hilfe eines externen Moderators viele, vielleicht zu viele und auch für den kleinen Ort zu unrealistische Projekte angeleiert wurden. Von diesen wurde aber so gut wie nichts verwirklicht. Das hatte natürlich frustriert. Doch „Aufgeben ist auch kein Lösung“, sagte ein Ratsmitglied in der Ratssitzung, und so waren einige Bürger, die schon damals ihre Freizeit für die Gemeinde geopfert haben, diesmal wieder dabei. Aus den gemachten Fehlern der Vergangenheit sollen Lehren gezogen und unerfüllte Erwartungen ernst genommen werden. „Diesmal sind wir die Experten und holen niemand von außen“, erklärt Wünstel das Konzept gegenüber der RHEINPFALZ. Sollte Hilfe benötigt werden, würden die Spezialisten der Verbandsgemeindeverwaltung Kandel gefragt – die kosten die Gemeinde dann im Gegensatz zu externen Planern kein Geld. Zwei, vielleicht drei kleinere Projekte sollen pro Jahr verwirklicht werden. Den Anfang sollen Bänke machen, die rund um die Kirche aufgestellt werden sollen. Hier hatte sich ein Sponsoring zerschlagen. Viele Projekte könnten für kleines Geld in Eigenleistung geschafft werden, wenn man beispielsweise einen Samstag opfere, so Wünstel. Aber auch Projekte, die viel Mut und mehrere Jahre Zeit beanspruchen, sollen angegangen werden. Konkret sind ein Jugendraum und ein Seniorentreff im Gespräch. Hier sollen von der Verwaltung Fördertöpfe abgefragt werden. Alle Schritte, Planungen und Ideen der Arbeitsgruppe sollen zudem für alle Bürger transparent sein. Erste Schritte wurden dafür bereits getan. Infos und Arbeitsergebnisse können bereits im Schaukasten der Gemeinde nachgelesen werden. „Gemeinsam für Erlenbach“ will mindestens einmal im Jahr zu einer Einwohnerversammlung einladen. Bei den Treffen könne jeder jederzeit einsteigen, aber auch wieder aufhören, wenn es ihm nicht zusage, versicherte Wünstel. Termin Das nächste Treffen findet am Mittwoch, 19. April, 19 Uhr, im Ratssaal statt. Kontakt zur Arbeitsgruppe können Bürger unter mein-erlenbach@web.de aufnehmen.

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