Kreis Germersheim Ersatz gesucht für Mensa-Provisorium

Placeholder-Image

Der Schulträgerausschuss der Verbandsgemeinde Kandel hat sein grundsätzliches Interesse bekundet, die Mensa der Ludwig-Riedinger-Grundschule im protestantischen Gemeindezentrum unterzubringen. Voraussetzung ist, die Stadt Kandel kauft das Gebäude. Zurzeit wird der große Saal der Stadthalle als provisorische Mensa genutzt.

Bürgermeister Volker Poß (SPD) sagte, dass die Möglichkeit der provisorischen Mensa jedoch auf zwei Jahre beschränkt ist, so dass eine dauerhafte Lösung gesucht werden muss. Seit Beginn des laufenden Schuljahres nehmen 77 Schülerinnen und Schüler das Ganztagsangebot wahr, wovon 74 am gemeinsame Mittagessen teilnehmen. Schulleiterin Beate Lehr berichtete von positiven Erfahrungen mit den eingerichteten Arbeitsgruppen, die von zehn Mitarbeitern und zwei Kräften im Freiwilligen Sozialen Jahr betreut werden. „Eine gute Kommunikation zwischen den Mitarbeitern, Lehrern und Kindern ist wichtig“, so Lehr. Im folgenden Halbjahr soll eventuell ein Kinderchor aufgebaut werden. Betreuerin Beate Gottwald informierte, dass an der einwöchigen Betreuung in den Herbstferien 15 Kinder teilgenommen haben. Die Stadt Kandel hat Poß zufolge die Verbandsgemeinde um eine Absichtserklärung gebeten, die Schulmensa im ebenerdig zugänglichen Kellergeschoss des protestantischen Gemeindezentrums in Schulnähe unterzubringen und sich an den Sanierungs- beziehungsweise Umbaukosten zu beteiligen. Eine erste grobe Schätzung der Sanierungskosten für das Gesamtgebäude habe 1,2 Millionen Euro ergeben. „Der Vorschlag macht Sinn, aber wir sollten uns einen Plan B für den Bau eines Pavillons zurechtlegen“, sagte Martin Volz (FWG). Josef Vollmer (CDU) riet dazu, die Übergangslösung in der Stadthalle über das Schuljahr 2017/18 hinaus zu verlängern, „weil der Umbau des Gemeindezentrums bis dahin noch nicht fertig sein wird.“ Für den Bau eines Pavillons sollten die Kosten berechnet werden, schlug Vollmer vor. Karlheinz Jung (Bündnis 90/Grüne) hat ein Problem damit, „dass wir Begehrlichkeiten der Stadt Kandel quersubventionieren, aber der Vorschlag an sich ist gut.“ Michael Niedermeier (CDU) wollte wissen, „was müssen wir noch reinstecken?“ Die bereits jetzt in der Stadthalle genutzte Catering-Küche und die Möblierung könne man mitnehmen, entgegnete Poß. Der Ausschuss entschied, parallel auch die Kosten für die Errichtung eines Mensa-Pavillons im Schulhof ermitteln zu lassen und zunächst sicherzustellen, dass eine Mensa im protestantischen Gemeindezentrum rechtlich überhaupt möglich ist. Aussagen gegenüber der Stadt Kandel über eine finanzielle Beteiligung sollen erst getroffen werden, wenn eine fundierte Kostenberechnung vorliegt und eine Differenzierung zwischen Gesamtkosten und dem auf das Kellergeschoss entfallenden Teil möglich ist. |ali

x