Kreis Germersheim RHEINPFALZ Plus Artikel Erlenbach: Öffentliche Arbeitskreise statt Rats-Ausschüsse

Jochen Wingerter, Stephan Pfalzgraf, Simon Ebner, Jennifer Nauerth, Normen Hör, Ingrid Nuß, Ortsbürgermeister Maik Wünstel, Petr
Jochen Wingerter, Stephan Pfalzgraf, Simon Ebner, Jennifer Nauerth, Normen Hör, Ingrid Nuß, Ortsbürgermeister Maik Wünstel, Petra Runck, Ortsbeigeordneter Uwe Mühldorfer, Falk Werner, Markus Wolf, Stefan Flick, Martin Lickes.

Groß war das Interesse der Bürger an der konstituierenden Sitzung des neuen Ortsgemeinderates von Erlenbach. Und die zahlreichen Zuhörer sparten auch nicht mit Beifall.

Zunächst applaudierten sie für den per Urwahl gewählten Ortsbürgermeister Maik Wünstel, der jetzt eine ganze Wahlperiode vor sich vor sich hat und in dieser alle Vorhaben bei größter Transparenz und Bürgerbeteiligung angehen will. Themen seien unter anderem die Einführung von Tempo 30 in der Ortsdurchfahrt, die weitere Dorfentwicklung und auch die Gewässerunterhaltung.

Beifall gab es auch für die Mitglieder des nach den Grundsätzen der Mehrheitswahl bestimmten Ortsgemeinderates, die vom Ortsbürgermeister verpflichtet wurden. Der Rat sei mit Abstand der jüngste in der Geschichte der Gemeinde, bemerkte Alt-Bürgermeister Lothar Pfalzgraf.

Beifall spendeten die Zuhörer auch dem alten und neuen Ortsbeigeordneten Uwe Mühldorfer, für den sich elf Ratsmitglieder aussprachen. Bei der geheimen Wahl gab es nur eine Gegenstimme. Mühldorfer wird auch einen eigenen Geschäftsbereich übernehmen, kündigte Wünstel an.

Alle Ratsmitglieder wären im auch Ausschuss

Auf die Bildung von Ausschüssen will man in Erlenbach zukünftig verzichten. Der Ortsbürgermeister begründete dies damit, dass man dann weniger auf formale Vorschriften achten müsse. Außerdem wären bei der Bildung von Ausschüssen mit sechs Mitgliedern alle zwölf Ratsmitglieder zugleich auch Mitglied oder stellvertretendes Mitglied in diesen. Es mache mehr Sinn, so Wünstel, gleich den ganzen Rat einzubeziehen und bei anstehenden Projekten auch Arbeitsgruppen zu bilden, an denen sich interessierte Bürger beteiligen könnten.

Ratsmitglied Falk Werner äußerte seine Bedenken zu diesem Vorgehen. Er hätte lieber Ausschüsse des Rates gesehen, wie auch Alt-Bürgermeister Lothar Pfalzgraf, der sich in der anschließenden Einwohnerfragestunde zu Wort gemeldet hatte. Der Hauptsatzung stimmten schließlich alle Ratsmitglieder zu, ebenso der Muster-Geschäftsordnung.

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