Kandel Einzelhandel: Eine Plattform für regionale Anbieter
Seit Ende September ist die Plattform visawie.com online. Doch Konzept und Idee gebe es schon seit zwei Jahren, sagen Markus Eisel und Anne Herder im Gespräch mit der RHEINPFALZ. Während der Corona-Zeit habe sie sich gefragt, warum man online bei fünf Läden fünf Mal einzeln bestellen müsse, erinnert sich Herder .
Die Einzelhändler hatten die Sorge, dass die Kunden zu den großen Versandplattformen abwandern. Gleichzeitig tue sich der regionale Einzelhandel oft schwer, in das Onlinegeschäft einzusteigen, sagt Eisel. Hier wolle man unterstützen. Aktuell beteiligen sich über 40 Einzelhändler aus der Region. Über den Versand entscheidet jeder Händler selbst: ob er verschickt, die Ware selbst ausfährt oder sie nur reserviert und das Produkt dann abgeholt werden muss. Der Kunde hat nur einen Warenkorb und einen Bezahlvorgang für alle Bestellungen. Dabei kann er unter verschiedenen Bezahlsystemen auswählen.
Weitere Angebote: Handwerker sind gelistet und können per Mail kontaktiert werden, Hausmessen werden zum Beispiel bei Events eingepflegt. Für diese digitale Seite ist der Software-Partner Atlanta zuständig. Eisel und sein Team übernehmen das komplette Marketing. Die Einnahmen kommen über die Einzelhändler. Ein Shop kostet 149 Euro im Monat, ein Schaufenster 79 Euro. Dazu kommen noch Transaktionsgebühren. Geld gab es auch schon aus den EU-Leader-Programm und von regionalen Investoren, sagt Eisel.
In seiner Agentur Punkt arbeiten 11 Menschen, 6 davon kümmern sich hauptsächlich um Visawie. Derzeit tummeln sich im Schnitt täglich 350 Besucher auf der Seite, sagt Eisel. Dabei werden auch schon Geschäfte abgewickelt.