Kreis Germersheim Einwurf: Brücke ins Nichts

Brückenpraktikum – das hört sich gut an. 16 Asylbewerber haben in den Daimler-Standorten Wörth und Germersheim (zusammen 14.600 Mitarbeiter) diese Chance erhalten. Der Grund: „Genau solche Menschen suchen wir bei Mercedes“ hatte Daimler-Chef Dieter Zetsche besonderes Engagement für Flüchtlinge versprochen. Und weil es immer etwas Besonderes ist, wenn Daimler mit im Spiel ist, hat sich das Arbeitsamt mächtig ins Zeug gelegt: Gleich vier Jobcenter wählten die geeigneten Kandidaten aus – nur die Besten für Daimler. Allerdings: Die Brücke führt ins Nichts. Denn bisher hat der Konzern keinen einzigen Flüchtling fest angestellt. Sie werden vielmehr auf die Leiharbeit verwiesen, sollen also das Reservoir an fast beliebig verfügbaren Arbeitskräften vergrößern. Bleibt als Alternative der Mittelstand. Ohne den geht halt gar nichts.