Kreis Germersheim Ein Quartett verabschiedet sich

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Gleich vier Lehrerinnen sagen am letzten Schultag vor den Sommerferien „Adios IGS“ und gehen nach vielen Dienstjahren in den wohlverdienten Ruhestand: Sonja Schalck, Marianne Ochsenreither, Elisabeth Michelbach und Marika Greslon. „Wir gehen mit einem weinenden und einem lachenden Auge“, sagen alle vier übereinstimmend. „Es gibt noch ein Leben nach der Schule. Das wollen wir so lange als möglich genießen.“

Alle vier betonen auch , dass sie sich in der IGS, vorher Realschule plus, sehr wohlgefühlt haben. „Wir hatten das Glück, in einem Team engagierter Kollegen gut zusammen arbeiten zu können“, betont Sonja Schalck, das Wörther „Urgestein“, das über 42 Jahre hier verbrachte. Sie kam am 1. Februar 1974 an die damalige Grund- und Hauptschule Dorschberg, ehe sie nach der Trennung der Schulen in die Hauptschule versetzt wurde. 1992 machte sie auch die Umwandlung in die Regionale Schule, später Realschule plus mit. Vom Beginn der IGS (2010) an führte sie eine Klasse als Tutorin von der fünften bis jetzt zur zehnten Klassenstufe, während sie zuvor als Klassenlehrerin der Orientierungsstufe eingesetzt war. Ihre Fächer waren Mathematik, Chemie und das Wahlpflichtfach Natur und Umwelt. Jahrelang leitete sie die Fachkonferenz Chemie in allen Schulformen, als Personalrätin war sie in der Regionalen Schule und der Realschule plus tätig. Mit viel Erfolg hat sie mit zahlreichen Schülern an Chemie-Wettbewerben teilgenommen, die Schule bei Ganztagsschulkongressen vertreten und dort chemische Experimente vorgeführt, die auch im Fernsehen gezeigt wurden. Marianne Ochsenreither wurde nach einem kurzen Gastspiel in der Grundschule Weingarten im Dezember 1990 an die Hauptschule Dorschberg versetzt und unterrichtete dann auch in der Regionalen Schule und der Realschule plus als Klassenlehrerin in den Stufen fünf bis sieben. Zudem war sie Fachlehrerin für Deutsch, Physik und Textverarbeitung – später für IT in der IGS – in allen Klassenstufen. Sie war die „Vorreiterin“, als 2001 die Regionale Schule Wörth eine der ersten 40 „Klippert“-Schulen mit eigenverantwortlichem Lernen in Rheinland-Pfalz wurde. Innerhalb der Schule fungierte sie als Koordinatorin, in anderen Schulen wurde sie als Multiplikatorin und Moderatorin eingesetzt. Zum Aufbau der IGS, die zum Schuljahr 2010/2011 startete, wurde sie in das Planungsteam berufen, das die pädagogischen Vorbereitungen treffen musste. Auch sie führte eine Klasse als Tutorin von der fünften bis zur zehnten Klasse. Elisabeth Michelbach kam 1990 vom deutschen Nicolaus-Lenau-Gymnasium in Temeswar – zwei Nobelpreisträger in Literatur und Chemie stammen von dort – aus Rumänien nach Baden-Württemberg und wurde als Realschullehrerin für Physik und Chemie eingestellt, ehe sie in Wörth 1993 an der Regionalen Schule eine Planstelle erhielt. Hier war sie in den Klassenstufen fünf bis zehn eingesetzt und unterrichtete zudem Mathematik und das Wahlpflichtfach Natur und Umwelt. Ab 2011 wurde sie in die IGS übernommen. An der Regionalen Schule und der Realschule plus war sie viele Jahre Personalrätin und auch als Vorsitzende dieses Gremiums tätig. Mit ihrer Kollegin Schalck bildete sie ein eingespieltes Team im Physik/Chemie-Bereich. Deshalb freuen sich beide auch, dass im neuen Schuljahr ihr ehemaliger Schüler Florian Rehberg ihre Nachfolge in Chemie antreten wird. Er hatte bereits in der Ganztagsschule eine Arbeitsgemeinschaft Chemie geleitet. Als letzte der vier Lehrerinnen verschlug es Marika Greslon 2000 nach Wörth. Sie hatte zunächst von 1975 bis 1981 an einer Ganztagsschule in Berlin unterrichtet. Sie ließ sich dann zwei Jahre beurlauben und ging nach Frankreich, wo sie noch weiter für das Lehramt an Gymnasien studierte und die französische Nationalität dazu annahm. Aber als sie sah, dass sie dort nicht verbeamtet wird, bewarb sie sich nach sieben Jahren nach Rheinland-Pfalz. So kam sie nach Hagenbach, unterrichtete an der Grund- und Hauptschule sieben Jahre lang Deutsch, Französisch und Erdkunde, ehe sie mit den selben Fächern nach Wörth wechselte, Vorsitzende der Fachkonferenz Französisch und Initiatorin des Austausches mit Ingwiller war. Alle vier ausscheidenden Lehrerinnen betonen, dass sich im Laufe ihrer Dienstzeit viel in und um die Schule verändert habe. Die Lehrer hätten sich auf ganz neue Methoden umstellen müssen, da inzwischen die Medienkompetenz eine Grundqualifikation der Jugend sei. Diese sei auch selbstbewusster, selbstständiger geworden und äußere oftmals sehr offen ihre Meinung. |jopa

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