Kreis Germersheim Ein Feuerlöscher als „Fang des Tages“

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Montagmorgen, 7.30 Uhr. An der Busstraße vor dem Schulcampus Rheinzabern befinden sich gerade sechs Polizeibeamte in einem lockeren Gespräch. Als dann ein Schulbus um die Ecke biegt, endet die Unterhaltung abrupt, denn nun beginnt die Arbeit.

„Fangt ihr mit dem an“, fragt Andreas Sodan von der Polizeiinspektion Wörth in die Runde und schiebt nach: „Der sah auch nicht so überladen aus. Da könnt ihr die Schüler gleich aussteigen lassen“. Ohne Worte zu verlieren und mit einem kurzen Kopfnicken ziehen daraufhin drei der Beamten los, um den eintreffenden Bus in Empfang zu nehmen. Den Beginn des neuen Schuljahres nahm die Polizei nämlich zum Anlass, um eine Schulbuskontrolle durchzuführen. Dabei gehe es hauptsächlich um drei Dinge: „Die äußere Kontrolle, die innere Kontrolle und die Überprüfung des Fahrers“, erklärt Sodan. Weil in den letzten Jahren immer wieder Beschwerden von Eltern eingingen, wonach die Schulbusse überfüllt seien, entschied man sich zu dieser Kontrolle. Nachdem sich die Türen öffneten und die rund 30 Schüler strömten, teilte sich der Dreiertrupp auf. Einer ging mit einer Taschenlampe bewaffnet um den Bus herum, um etwaige Schäden an der Karosserie feststellen zu können. Seine beiden Kollegen begaben sich ins Innere des Vehikels, um dort nach dem Rechten zu sehen und um die Papiere des Fahrers zu überprüfen. Nach wenigen Minuten stand fest, dass keinerlei Mängel vorlagen. Also durfte der Fahrer seine Türen wieder schließen und sich auf seine nächste Fahrt begeben. An diesem Morgen rollten insgesamt fünf Busse ein, drei davon konnten überprüft werden. Das Ergebnis war dabei äußerst positiv: „Bis auf kleinere Mängel konnten wir nichts feststellen“, so Sodan. Der „Fang des Tages“ sei ein seit August dieses Jahres abgelaufener Feuerlöscher gewesen, ergänzt er lachend. Der Fahrer habe nun einen Mängelbescheid bekommen und müsse innerhalb einer Woche nachweisen, dass das Objekt erneuert wurde. Traurig oder gar unzufrieden, ob der geringen Ausbeute ist keiner der Beamten. „Wenn wir nur präventiv arbeiten, dann ist das auch in Ordnung“, sagt Sodan. Überrascht war er jedoch vom eher überschaubaren Umtrieb. Einerseits habe er mit mehr Bussen gerechnet, andererseits auch mit wesentlich mehr Schülern. Gegen 8.30 Uhr war der Trubel vorüber. „Wir machen dann auch Schluss“, rief Sodan seinen Kollegen zu. Also machten sich die sechs wieder auf den Rückweg. Derartige Kontrollen wird es nicht nur hier in Rheinzabern, sondern vor allem an den großen Schulen in Kandel und Wörth geben. Stichprobenartig sollen während des Schuljahres immer wieder Überprüfungen stattfinden, um einen sicheren Transport der Schüler zu gewährleisten. (cde)

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