Knittelsheim Dorf für die Zukunft fit machen
Kürzlich fiel der Startschuss für eine Dorfmoderation, die in den nächsten zwölf Monaten genau diesen Fragen nachgehen will. Darüber informierte das Landauer Beratungszentrum Kobra, welches die von etwas mehr als 20 Personen besuchte Auftaktveranstaltung moderierte. Demnach konnten im Vorfeld der Veranstaltung die Einwohner bei einer Umfrage Kritik, Wünsche und Ideen einbringen. Die Umfrageergebnisse aus nahezu 90 ausgefüllten Bögen, fast 23 Prozent der Haushalte, hätten bei der Auftaktveranstaltung als Basis für erste Diskussionen gedient. Themen seien die Verkehrsanbindung und Mobilität, Nahversorgung und Dienstleistungen, Bauen und Wohnen im Alter, Begegnungs- und Treffpunkte, Kinder und Jugend sowie Umwelt und Energie gewesen.
Laut Kobra kristallisierten sich vier Themenfelder und entsprechende Arbeitsgruppen heraus. Diese wollen sich in Zukunft alle vier bis sechs Wochen treffen und über Optionen und konkrete Umsetzungen sprechen – weiterhin begleitet von den Moderatoren des Beteiligungsbüros und unterstützt von fast allen Teilnehmenden der Auftaktveranstaltung.
„Klappcafé“ vorgeschlagen
Die Arbeitsgruppe „Dorfgemeinschaft und Soziales“ möchte sich mit der Transparenz und Kommunikation zwischen Gemeinderat, Turn- und Sportverein und Bürgerschaft, aber auch mit dem bislang geringen Interesse am Ehrenamt und der Dorfgemeinschaft beschäftigen. Vorgeschlagen worden seien beispielsweise die Digitalisierung der Informationen, die Einrichtung einer Ehrenamtsbörse oder die regelmäßige Durchführung eines „Klappcafés“.
In der Arbeitsgruppe „Natur und Umwelt“ wollen sich die Beteiligten insbesondere mit bereits erfolgten Aktionen zum Klimaschutz, aber auch konkreten Aktionen wie Pflanzenpatenschaften oder dem Schutz vor Hochwasser auseinandersetzen. Mit Aspekten des Verkehrs, etwa der Umgehungsstraße oder einem verbesserten öffentlichen Personennahverkehr, aber auch mit der innerörtlichen Umgestaltung von Plätzen als Begegnungsstätten, mit Wohngebieten und dem Kindergarten möchte sich die Arbeitsgruppe „Dorfentwicklung“ befassen. Auch die Kinder und Jugendlichen sollen direkt in den Dorferneuerungsprozess einbezogen werden. Sie könnten in einer speziellen Arbeitsgruppe ihre Interessen und Wünsche ansprechen und umsetzen. Für sie gebe es, so die Kritik, zu wenige Angebote und zu schlecht gepflegte Spielanlagen.
Kobra und Ortsbürgermeister Ulrich Christmann appellieren an die Bürger, auch an die, die sich noch nicht an der Dorfmoderation beteiligt haben, ihre Ideen und Wünsche einzubringen und mitzudiskutieren.
Info
Erste Treffen der Arbeitsgruppen im Dorfgemeinschaftshaus: „Dorfgemeinschaft und Soziales“ am Mittwoch, 5. Oktober, 19 Uhr; „Natur und Umwelt“ am Montag, 7. November, 19 Uhr; „Dorfentwicklung“ am Donnerstag, 17. November, 19 Uhr; „Kinder und Jugend“, der Termin soll nach einer Ortsbegehung mit Kindern und Jugendlichen bekannt gegeben werden.