Kreis Germersheim „Die fünf Jahre packen wir noch“

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„Gemeinsam sind wir stark“, sagt Franz Pfirrmann (81) und schaut dabei zu seiner Frau Wilma (83), die neben ihm sitzt. Nach diesem Motto leben die beiden Ur-Wörther nun schon seit über 60 Jahren zusammen. Heute feiern sie ihre Diamantene Hochzeit. Auf ein großes Fest verzichten sie, stattdessen gehen sie am Samstag mit der kompletten Familie essen.

„Da fragen sie am Besten meinen Mann, der weiß das noch besser als ich“, sagt Wilma Pfirrmann auf die Frage, wie sie ihren Ehemann kennengelernt habe. Und tatsächlich: Franz Pfirrmann erinnert sich noch genau an den Abend vor gut 63 Jahren. „Es war der dritte Samstag im Januar 1952, da war Kappenabend im Anker“, erzählt er. Als er auf die Faschingsveranstaltung kam, war Wilma bereits dort. „Er wollte mit mir tanzen“, wirft sie ein, „aber ich habe gesagt, dass ich zuerst etwas essen möchte“. Franz Pfirrmann blieb aber hartnäckig. Nach der Veranstaltung lud er sich kurzerhand selbst zu Kaffee und Kuchen bei Wilma zu Hause ein und hatte Erfolg. Nach drei Jahren wurde schließlich am 15. April 1955 in Wörth geheiratet, im gleichen Jahr kam auch die erste gemeinsame Tochter zur Welt. Drei weitere Kinder folgten, jeweils im Abstand von drei Jahren. „Immer abwechselnd ein Junge und ein Mädchen, das bringt auch nicht jeder fertig“, sagt Wilma Pfirrmann und lacht dabei verschmitzt. „So war immer für das Gleichgewicht gesorgt“, schiebt Franz Pfirrmann nach. Außergewöhnliche Ereignisse waren eher selten während der vergangenen 60 Jahre. „Wir waren einfach eine ganz normale Familie“, sagt Wilma Pfirrmann. Sie als Frau kümmerte sich um Haushalt und Kinder, ihr Mann Franz war beruflich oft als Monteur unterwegs. Zu den vier Kindern gesellten sich im Laufe der Jahre fünf Enkelkinder und zwei Ur-Enkel. „Der dritte ist bereits unterwegs, es wird ein Mädchen“, freut sich Wilma Pfirrmann. Besonders stolz ist sie darauf, dass zu Familienfesten „immer alle da sind“, wie sie sagt. So wird es auch am Samstag sein, wenn sie alle zusammen essen gehen. Neben diesen freudigen Erlebnissen gab es aber auch einen Schicksalsschlag, den die beiden verkraften mussten. „Vor vier Jahren ist eine unserer Töchter gestorben“, erzählt Franz Pfirrmann. Das sei schon ein harter Schlag gewesen, sagt er, „das vergisst man nie“. Hinzu kamen bei Wilma Pfirrmann noch gesundheitliche Probleme. „Mit dem Laufen klappt es nicht mehr so gut“, sagt sie und schiebt nach: „Mein Mann ist mein Pfleger, der kümmert sich auch um den ganzen Haushalt“. Daneben ist der Garten seine große Leidenschaft. „Das ist mein ruhender Pol“, sagt er. Trotz aller Widrigkeiten seien sie zufrieden, so Wilma Pfirrmann, „wir bauen uns immer gegenseitig auf“. Das letzte große Ehejubiläum soll diese Diamantene Hochzeit indes nicht sein, denn die beiden peilen die Eiserne Hochzeit an. „Die fünf Jahre packen wir auch noch“, sagt Franz Pfirrmann.

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