Kreis Germersheim Der Haushalt der Stadt Kandel

Bis 2021 wird Kandel rund 12,3 Millionen Euro mehr ausgegeben haben, als die Stadt eingenommen hat. Dieser Betrag könnte bis 2024 sogar auf fast 19,6 Millionen Euro ansteigen.
Derzeit zeichnet sich ab, dass 2019 das Jahr war, in dem Kandel mit rund 12,5 Millionen Euro wohl die bisher höchsten Steuereinnahmen zu verzeichnen hatte. Die Prognose für 2021: Ab 2020 müsse coronabedingt mit starken Einbußen, beziehungsweise Schwankungen gerechnet werden. Momentan haben einige Betriebe von der Möglichkeit der Herabsetzung des Gewerbesteuermessbetrages auf 0 Euro oder der zinslosen Stundung Gebrauch gemacht. Die gestundeten Steuerbeträge müssten dann 2021 beglichen werden.
Hauptausgabequelle mit etwa 52 Prozent bleiben die Umlagen an Land, Kreis, Verbandsgemeinde und Schulen. Auf Personalkosten entfallen rund 23 Prozent. Damit sind rund 78 Prozent der Aufwendungen Fixkosten.
Die Investitionskredite werden zum Ende des Haushaltsjahres voraussichtlich 18,3 Millionen Euro betragen. Die Liquiditätskredite – also die Kredite, die notwendig sind, um zum Beispiel die Gehälter auszubezahlen – werden sich im Laufe von 2020 auf über 12,8 Millionen Euro erhöhen.
Der Stand des Eigenkapitals sinkt weiter: Zum 31. Dezember 2016 betrug es noch etwa 33,5 Millionen Euro, zum 31. Dezember 2020 werden es voraussichtlich 18,7 Millionen Euro sein. Das Eigenkapital der Stadt könnte in rund zehn Jahren aufgebraucht sein, heißt es im Haushalt 2020.
