Kreis Germersheim Den ganzen Ort als Tempo-30-Zone ausweisen

ERLENBACH. Auch in diesem Jahr kann die Gemeinde nur „kleinere Brötchen backen“, sagt Ortsbürgermeister Klaus Bolz. Liquide Mittel sind nicht vorhanden und so wird es außer dem notwendigsten keine Investitionen geben.
Das allerdings die geplante Sanierung der Haynaer Straße auf frühestens 2019 verschoben wurden, liegt weder an den Finanzen der Gemeinde noch an der Gemeinde selbst. Die Kosten dafür hätte der Landesbetrieb Mobilität in Speyer übernommen, da die Straße eine Landestraße ist. Erlenbach hätte nur die Bushaltestelle verlegt und saniert. Auf den Bürger kämen dafür keine Kosten zu, da diese nicht umlagefähig seien und an den Gehwegen nichts verändert werde, betont Bolz. Die Investition, für die wohl ein Kredit aufgenommen werden muss, ist nun verschoben. In diesem Jahr will die Gemeinde den gesamten Ortsbereich als „Tempo-30-Zone“ ausweisen. Ob dies auch in der Haynaer Straße genehmigt wird, daran zweifelt der Ortsbürgermeister trotz einer Änderung bei der Gesetzeslage. An Investitionen wird es 2018 wohl nur notwendige Reparaturen an gemeindeeigenen Gebäuden oder unvorhergesehene Anschaffungen geben. Kurzfristig an Geld könnte Erlenbach nur kommen, wenn das gemeindeeigene Gebäude in der Hauptstraße – dort war vor einigen Jahren mal eine Art Gemeindetreff für Jung und Alt geplant – verkauft werden könnte. Allerdings braucht Erlenbach den hinteren Teil des Grundstückes zum Unterstellen von Geräten. Ohne Geld ist die Gemeinde noch stärker auf das Engagement ihrer Bürger angewiesen. Und so begrüßt Bolz ausdrücklich die Bürgerinitiative „Gemeinsam für Erlenbach“, die sich 2016 gegründet hatte. Mit viel persönlichem Einsatz und Eigeninitiative wurde von ihr beispielsweise der Spielplatz im Storchennest saniert, ein Parkplatz auf Vordermann gebracht oder zahlreiche Aktionen am Friedhof gemacht und damit der Gemeinde viele Ausgaben erspart.