Kreis Germersheim Defizit im Haushaltsplan

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Der Gemeinderat Knittelsheim befasst sich heute mit dem Doppelhaushalt 2015/16. Im Ergebnisetat stehen Erträgen von 920.090 (2016: 930.030) Euro Aufwendungen von 975.725 (1.043.815) Euro gegenüber. Somit ergeben sich Defizite von 55.635 (113.785) Euro. Rechnet man Abschreibungen, die Zuführung zu Rücklagen und die Auflösung von Sonderposten heraus, ergibt sich im Finanzetat, im Geschäftsbetrieb 2015 ein Plus von 5765 Euro und 2016 ein Verlust von 53.295 Euro.

Die Einzahlungen aus Investitionstätigkeiten betragen 483.800 (148.860) Euro, die Auszahlungen 461.000 (103.000) Euro. Daraus ergibt sich ein Überschuss von 22.800 (45.860) Euro. Somit entstehen ein Finanzmittelüberschuss von 28.565 Euro 2015 und ein Finanzmittelbedarf von 7435 Euro 2016. Investitionsschwerpunkte in beiden Jahren sind der Erwerb von Grundstücken zur Erschließung des Neubaugebiets „Am Friedhof“ (173.000 und 45.000 Euro) sowie die Generalsanierung der Grundschule Ottersheim, die auch Knittelsheimer Kinder besuchen (280.000 und 50.000 Euro). Der Verkauf von Grundstücken im Baugebiet soll aber im Gegenzug 480.000 (145.000) Euro in die Gemeindekasse spülen. Eine Kreditaufnahme ist deshalb nicht nötig. Planungsrisiken gibt es bei der Einkommens-, Gewerbesteuer und den Schlüsselzuweisungen: Die erwarteten Einnahmen bei der Einkommenssteuer betragen 476.200 (495.200) Euro. Durch Umsatzsteuer-Mehreinnahmen des Landes fließen dem Dorf wahrscheinlich 45.200 (45.800) Euro zu. Durch den Finanzausgleich erhält Knittelsheim prognostizierte 66.600 (61.100) Euro an Schlüsselzuweisungen. Der Gemeindeanteil an der Umsatzsteuer beträgt je 8500 Euro. Die Gewerbesteuer ist in beiden Jahren mit jeweils 75.000 Euro veranschlagt. Durch die Grundsteuer A fließen voraussichtlich jeweils 12.500 Euro, durch die Grundsteuer B 89.000 (89.500) Euro in die Gemeindekasse. An den Kreis muss die Kommune 327.400 (333.700) Euro, an die Verbandsgemeinde 218.300 (222.500) Euro abführen. Mit jeweils 13.100 Euro belastet die Gewerbesteuerumlage den Etat. Die Personalaufwendungen betragen 81.790 (83.750) Euro, die Aufwendungen für Sach- und Dienstleistungen 155.550 (155.850) Euro. Für die Unterhaltung und Bewirtschaftung von Grundstücken sind jeweils 29.900 Euro veranschlagt. Weitere Ausgaben: Jeweils rund 38.000 Euro für den Betrieb der Grundschule Ottersheim. Und: 42.500 (104.000) Euro für Personal- und Sachkosten im Kindergarten. 2016 soll für 60.000 Euro dessen Fassade isoliert werden. Seit 2012 ist Knittelsheim schuldenfrei. Die Gemeinde hat also alle Investitionskredite zurückgezahlt. Gegenüber der Verbandsgemeinde bestanden Ende 2013 aber noch Verbindlichkeiten von rund 266.000 Euro. Laut Verwaltung könnten sich diese bis Ende 2014 auf rund 250.000 Euro verringern. Ende 2018 sind es voraussichtlich noch 217.000 Euro.

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