Kandel / Rülzheim DBK: Standort Kandel ist „wirtschaftlich nicht mehr vertretbar“

Der Ofenbau von DBK in Kandel ist bald Geschichte.
Der Ofenbau von DBK in Kandel ist bald Geschichte.

Die Firma „David + Baader“ (DBK) wird den Bereich Industrieöfen am Standort Kandel zum 31. Dezember 2020 schließen. Darüber hat die Geschäftsleitung am Montag den Betriebsrat und die 19 Beschäftigten informiert. Dieser Entscheidung seien „viele Jahre des wirtschaftlichen Rückgangs vorausgegangen“, schreibt das Unternehmen in einer Pressemitteilung.

Eine Verbesserung habe auch durch intensive Sanierungsbemühungen in den Jahren 2018 und 2019 nicht erreicht werden können. Eine Fortführung des Industrieofenbaus wäre „wirtschaftlich nicht vertretbar“. Mit 2 Prozent des Umsatzes der DBK-Gruppe gehöre die Sparte inzwischen nicht mehr zu den Kernbereichen der weltweiten Aktivitäten, so das Unternehmen weiter.

Im Tarifvertrag ist laut IG Metall geregelt, dass es für den Fall der nicht vermeidbaren betriebsbedingten Kündigungen eine garantierte Abfindung gibt. Allerdings werde man fordern, dass den Beschäftigten „ein anderer Arbeitsplatz zu fairen Konditionen in der DBK GmbH“ angeboten wird, sagte der Erste Bevollmächtigte der IG Metall Neustadt, Ralf Köhler, gegenüber der RHEINPFALZ.

Der Elektronik- und Heizelementespezialist DBK war 2012 von Kandel nach Rülzheim umgezogen. Der Bereich Industrieöfen war allerdings am Gründungsstandort Kandel verblieben. Zum Zeitpunkt des Umzugs waren dort noch 50 Mitarbeiter angestellt.

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