Leserbriefe an die Lokalredaktion Germersheim-Wörth
Das Thema Verkehr sorgt für Diskussionen
Rheinhauptdeich: „Legendäre spontane Partys“
Leserbrief zum Artikel „Kritik an dauerhafter Sperre“, erschienen am 29. Juni.
Ich werde jetzt 49 Jahre alt, bin in meiner Jugend zunächst mit Fahrrad, später auch mit Mofa / Moped und dann auch mit dem Auto immer gerne in Maxau am Rhein gewesen und ja wir haben uns dort mit gleichaltrigen auch des anderen Geschlechts getroffen und legendäre spontane Partys gefeiert. Wenn jetzt der Weg zum Rhein dauerhaft für Fahrzeuge gesperrt ist bin ich froh, dass da noch niemand früher drauf gekommen ist. (Sarkasmus aus).
„Ist gefahrloses Überholen möglich?“
Ein Leser macht sich Gedanken zum Mindestabstand zwischen Fahrrad und Auto und dem Radweg durch den Bienwald
„Die eigentlich wunderschöne Strecke zwischen Steinfeld, Bienwaldmühle und Scheibenhardt erfreut sich bei der ständig anwachsenden Zahl von Fahrradfahrern immer größerer Beliebtheit.
(... ) Meine bisherigen z.T. unangenehmen Erfahrungen auf der Strecke von Steinfeld, Bienwaldmühle und Scheibenhardt decken sich mit Aussagen vieler anderer Fahrradfahrer. Fairerweise sei aber angemerkt, dass es auch vernünftige Autofahrer gibt, die sich beim Überholen mit großer Vorsicht und Rücksicht verhalten. Seit April 2021 gilt - wie bei der goldenen Corona Regel - auch im Straßenverkehr beim Überholen von Fahrradfahrern ein Mindestabstand von 1,50 Meter innerhalb einer Ortschaft und 2,00 Meter außerhalb einer Ortschaft. Man muss kein Mathematik Professor sein, um die Maßeinheiten von Längen und Breiten im Straßenverkehr zu verstehen.
Die Breite der Straße zwischen Steinfeld - Bienwaldmühle - Scheibenhardt beträgt durchgehend 4,00 Meter. Wenn man aus Sicherheitsgründen eine Fahrradbreite von 1,00 Meter berechnet und einen Sicherheitsabstand von 2,00 Meter addiert, dann hat der Autofahrer nur noch 1,00 Meter Platz zum Überholen.
Die meisten Autos haben eine Breite von zirka 180 cm. Ist mit diesen Berechnungen ein gefahrloses Überholen überhaupt möglich? Daraus folgernd entspräche es den Gesetzen der Logik, dass sich normalerweise Autos bei solchen engen Straßen eigentlich hintenanstellen müssten.
Diese Verkehrsprobleme könnten durch einen angemessenen Fahrradweg durch den Bienwald gelöst werden.“
Güterzüge: „Gegen den Lärm, nicht gegen den Zug“
Leserbrief zum Artikel: „Güterzüge suchen immer noch neue Gleise“ erschienen am 22. Juni.
„Nichts Neues war da zu lesen - man kümmert sich! Hauptsache das Thema ist besetzt.
Am vergangenen Samstagmorgen war ich in der Nähe der Gleise, als eine Diesellok mit zirka 20 Wagons von Wörth in Richtung Germersheim an mir vorbeifuhr. Die Lok und die Waggons verursachten einen ohrenbetäubenden Lärm.
Seit dem 13. Dez. 2020 gibt es das Schienenlärmschutzgesetz, das der DB das Fahren oder Fahrenlassen lauter Güterzüge auf deutschen Schienennetzen verbietet – und das muss jetzt dringend umgesetzt werden.
Die Bürger sind nicht gegen die Güterzüge, sondern gegen den Lärm, die diese immer noch verursachen. Wer wie die Stadtbahn unterwegs ist, raubt auch keinem den Schlaf.
Roland Heilmann,