Kreis Germersheim Das Kind nicht einfach abgeschüttelt

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Aus sieben Gemeinden sind am Neujahrstag Gläubige nach Maximiliansau in die Kirche Mariä Himmelfahrt geströmt, um im Gottesdienst die „Geburt“ ihrer neuen „Pfarrei Heiliger Christophorus Wörth“ mitzuerleben.

Zur neuen Großpfarrei gehören die katholischen Gemeinden St. Ägidius und St. Theodard Wörth, Mariä Himmelfahrt Maximiliansau, St. Laurentius Büchelberg, St. Michael Hagenbach, St. Bartholomäus Berg, St. Ludwig Scheibenhardt und St. Remigius Neuburg. Vorsitzender des Pfarreirats ist Karl Münzing aus Hagenbach, zweite Vorsitzende Susanne Nachbar-Geiger aus Maximiliansau, Schriftführerin Petra Simon aus Wörth. Statt des bisherigen Pfarrgemeinderats haben die verschiedenen Gemeinden jeweils einen Gemeindeausschuss. Die vier „Hauptamtlichen“ sind Pfarrer Fredi Bernatz als Leiter, Pfarrer Alexander Pommerening als Kooperator, Pastoralreferent Joachim Schaarschmidt und Gemeindereferent Hans-Werner Schottmüller. Fredi Bernatz, von Bischof Karl-Heinz Wiesemann zum Leitenden Pfarrer ernannt, setzte die im November gewählten Mitglieder des Pfarreirats und Verwaltungsrats per Handschlag in ihr Amt ein und bat sie um eine gute und konstruktive Zusammenarbeit. In seiner Predigt rief Bernatz dazu auf, den Blick auf das Zentrale, Wesentliche zu richten und auch über den Tellerrand hinaus zu schauen. Der heilige Christophorus („Christus-Träger“), der Menschen auf seinen Schultern an einem reißenden Fluss von einem Ufer zum anderen getragen habe, könne der Pfarrei auf ihrem Weg in die Zukunft einiges mitgeben. Es gehe darum, „dieser Welt ein menschliches Antlitz zu geben und Christus in die neue Zeit zu tragen.“ Zum „Füreinander-Tragen“, so Bernatz, gehöre auch das Miteinander mit anderen Wegbegleitern, Konfessionen und Religionen. Bernatz rief dazu auf, „mit Hoffnung, Zuversicht und Offenheit in die Zukunft zu gehen, keine Angst vor Fehlern zu haben und den Mut aufzubringen, sie zu korrigieren und daraus zu lernen.“ Auch wenn der Weg manchmal mühsam sei, diene Christophorus als Vorbild. „Er hat auch nicht, als die Last schwerer wurde, das Kind einfach abgeschüttelt.“ (wi)

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