Kommentar
Da geht doch was

Die Energiekrise lässt uns Energie sparen. Ein Lob den Mitarbeitenden der kommunalen Verwaltung, dass sie bei den Maßnahmen mitziehen! Das ist klasse und hilft hoffentlich als Vorbild, dass auch unsereins in den Privathaushalten der Region die Energieverbräuche senkt. Wobei: Die Krise zeigt auch, dass der gute Wille allein nicht ausreicht. Denn Energiesparen muss messbar sein.
Ein Bürgermeister berichtet, er sei auf sein Bauchgefühl angewiesen, um angeben zu können, wie viel Energie in seinen Gebäuden verbraucht wird. Ein anderer berichtet, er könne nur aus den – womöglich erst ein Jahr später erstellten – Abrechnungen ablesen, wie viel Energie eingespart wurde. Moderne Haustechnik, die Transparenz schafft? Fehlanzeige! Das wiederum ist kein gutes Vorbild.
Zudem offenbart bei genauerem Hinsehen so manche jetzt bemühte „Maßnahme“, dass man es früher mit dem Energiesparen nicht so genau genommen hat. Da wird etwa eines von zwei finnischen Saunahäuschen im Schwimmbad abgeschaltet, weil man sich jetzt erst eingesteht, dass es eigentlich nicht richtig ausgelastet war. Das Beispiel zeigt: Wir befanden uns auf einem sehr hohen Energieverbrauchsniveau. Davon 15 Prozent einzusparen. Das wird machbar sein.
