Kreis Germersheim „Döner, Durst und Dosenwurst“

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„Döner, Durst und Dosenwurst“, so lautet der Titel der Komödie von Bernd Gombold die die Laienspielgruppe des SV Erlenbach am Samstag, 5. Dezember, im Bürgerhaus erstmals aufführt.

Döner und Durst, das kann man sich vorstellen, aber Döner und Dosenwurst, das passt ganz einfach nicht zusammen. Das meint auch die dralle und, vornehm ausgedrückt, sehr männerfreundliche Edeltraud (Tanja Flick), die als Vollblut-Fleischereifachverkäuferin eine am Marktplatz gelegene Metzgereifiliale leitet. Sie hat daher auch kein Verständnis dafür, dass der umtriebige Erkan (Gerd Mühldorfer) gegenüber einen Döner- und Pizza-Laden eröffnen will, und das zum Marktplatzfest. Auch Gitti (Sabine Starck), deren Friseurstudio „Hair-Killer“ ebenso am Marktplatz liegt wie das Tattoo- und Fitness-Studio des undurchsichtigen Joe (Karlheinz Müller) halten von dem neuen Nachbarn nicht viel und pöbeln ihn an. Doch Erkan lässt sich nicht aus der Ruhe bringen. Ungemütlich wird es auf dem Marktplatz allerdings, als dort die streitbare Grundschuldirektorin Gesine (Sabine Rankel) erscheint. Die legt sich mit Erkan an, weil der sich erlaubt hat, die kleinen Grundschüler mit Döner zu beliefern. Doch Erkan lässt sich von den Nörgeleien der „Oberlehrertussi“ nicht beeindrucken und bekommt sogar Hilfe. Denn auch Edeltraud und Gitti haben mit Gesine ein Hühnchen zu rupfen, hat ihnen die öfter die Hygieneaufsicht auf den Hals gehetzt. Ein neues Opfer der Direktorin wird das Landwirtsehepaar Karl und Magda Häberle (Werner Rankel und Sonja Kammerer). Die beiden waren zum Marktplatzfest gekommen um für ihren schüchternen Sohn eine Partnerin zu finden. Selbst der Polizist Edgar (Berthold Starck) konnte den Streit nicht schlichten, zumal er die Lehrerin wegen ihres stetigen Falschparkens als Kleinkriminelle einstufte. Abgelenkt werden die Streithähne, als der Häberle-Sohn August (Dominik Schmalz), eine gelungene Mischung aus Einstein-Figur und Schwarzenegger-Verstand, auf die Bühne kommt. Schließlich gelingt es Erkan doch noch, sämtliche Mitwirkende zur Eröffnungsfeier in seinen Dönerladen zu bringen. Bei der anschließenden Party muss es wohl sehr hoch hergegangen sein, denn am frühen Morgen kann sich niemand mehr an die Geschehnisse in der Nacht erinnern. Schleierhaft war aber auch das Verschwinden der Grundschuldirektorin und der Einstein-Schwarzenegger-Mischung. Und da Blutspuren gefunden wurden, vermutete man sogar einen Doppel-Mord. Ein gutes Ende ist bei einem Schwank ja selbstverständlich. Doch wie es dazu kommt muss man gesehen haben. Da die Schauspieler ihr Metier großartig beherrschen und die Handlung mit Lokalkolorit aufgepeppt war, können sich die Besucher auf zwei Stunden bester Unterhaltung freuen. Restkarten gibt es allerdings nur noch für die Aufführung am Sonntag, 6. Dezember, 19.30 Uhr. (wm)

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