Kreis Germersheim Container für Asylbewerber aufstellen

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„Es geht nicht anders“, sagte Bürgermeister Harald Seiter (CDU) in der Stadtratssitzung am Donnerstag. Die Kapazitäten der Stadt seien bald erschöpft und bis Jahresende müssten nach derzeitigen Schätzungen zusätzlich bis zu 40 Menschen untergebracht werden, erläuterte Seiter. Eine Liste möglicher Standorte hatte die Stadtverwaltung vorgelegt. Am Donnerstag wurden vier weitere Standorte vorgestellt, die von den Ortsbeiräten vorgeschlagen wurden. Eine Entscheidung soll der Stadtrat nach der Sommerpause fällen. Die Lage sei schon jetzt kritisch: Im Moment sind laut Stadtverwaltung 107 Asylbewerber in Wörth untergebracht. Ein Drittel davon kam allein in diesem Jahr. Bis Ende diesen Monats könnten keine weiteren Neuankömmlinge oder Obdachlose in stadteigenen oder von der Stadt angemieteten Räumen mehr untergebracht werden, so Seiter. Allein in Schaidt gebe es noch neun freie Plätze, die seien durch vier angekündigte Zwangsräumungen und drei für kommende Woche angemeldete Asylbewerber aber quasi auch schon belegt. Weil die Stadt damit rechnet, im laufenden Jahr insgesamt gut 70 Asylbewerber zugewiesen zu bekommen, müssten bis Jahresende somit noch 40 weitere Menschen untergebracht werden. Entlastung soll nun eine Containersiedlung bringen, „wie wir sie vor 20 Jahren schon einmal hatten“, sagt Seiter. Aufgestellt werden sollen Wohncontainer wie sie etwa auch von Bauarbeitern auf Großbaustellen genutzt werden. „Für eine begrenzte Zeit kann man darin ohne Probleme wohnen“, meint Seiter. Indessen hatte er eine solche Lösung aber ursprünglich vermeiden wollen, da eine konzentrierte Unterbringung die Gefahr von Konflikten mit Anwohnern, aber auch unter den Flüchtlingen selbst vergrößere. Die Stadtverwaltung hatte bereits ein gutes Dutzend eventuell möglicher Standorte aufgelistet. Auf Anregung aus den Ortsbeiräten wurden weiterhin das Schauffelegelände beim Netto-Einkaufsmarkt und das Grundstück der ehemaligen Straßenmeisterei in Wörth sowie die Fläche gegenüber dem CJD-Gelände und den Kerweplatz im Bögel in Maximiliansau als mögliche Standorte untersucht. In Büchelberg wurden keine geeigneten Standorte gefunden. Da das Schauffelegelände in Privatbesitz ist, setzt eine etwaige Nutzung die Mitwirkung des Eigentümers voraus. „Wann dies geklärt werden kann, ist derzeit nicht abzuschätzen“, heißt es in einem Aktenvermerk der Stadtverwaltung. Ob Container auf dem Gelände beim CJD tatsächlich aufgestellt werden könnten, ist ebenso ungewiss. Der Eigentümer versuche gerade das Gelände in seiner Gesamtheit zu vermarkten und erwartet die Entscheidung von Interessenten „in wenigen Wochen“. Erst dann könne die Stadt Gespräche über den Kauf oder die Pacht eines Teilbereiches führen. Dahingegen sei die Verwendung des Straßenmeistereigeländes bei einer Aufgabe der gegenwärtigen Nutzung durch die Feuerwehr und die Straßenmeisterei „kurz bis mittelfristig realisierbar“. Gleiches gilt im Prinzip für den Kerweplatz. Allerdings schätzt die Stadtverwaltung diesen Standort als „weniger geeignet“ ein. Da dazu der Kerweplatz verlagert werden müsste, da der Platz für eine gemeinsame Nutzung nicht ausreiche. Die Wahl haben nach der Sommerpause die Stadträte. „Wir müssen uns dringend entscheiden“, sagt Seiter. (fex)

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