Kreis Germersheim CDU: „Es geht um den Schulstandort Kandel“

Die SPD in Kandel müsse aufwachen, fordert der CDU-Fraktionsvorsitzende im Verbandsgemeinderat , Josef Vollmer, in einer Mitteilung. Es gehe schließlich „um den Schulstandort Kandel!“ Die Abstimmung über die Kostenbeteiligung der VG am Neubau der IGS Kandel muss wegen eines Fehlers nach der Sommerpause wiederholt werden.
Er sei „etwas überrascht und enttäuscht“ von der Argumentation der Stellungnahme des SPD-Fraktionsvorsitzenden Hellmuth Varnay hinsichtlich der Diskussion um die finanzielle Beteiligung an der Integrierten Gesamtschule“, schreibt Vollmer. Die IGS Kandel stehe in starker Konkurrenz zu drei weiteren Integrierten Gesamtschulen im Kreis, deren Infrastruktur „deutlich besser“ sei. Seit Wochen wird über die Kostenbeteiligung der Verbandsgemeinde Kandel an einem Neubau an der IGS diskutiert. Dieser ist wegen Brandschutzmängeln notwendig geworden. Kurz vor der VG-Ratssitzung schien in Kompromiss mit dem Kreis in greifbarer Nähe (wir berichteten). In der Sitzung wurde der Kompromiss jedoch abgelehnt, allerdings muss die Abstimmung wegen eines Zählfehlers wiederholt werden. Man habe sich darauf verlassen, dass sich alle Verhandlungspartner des Kreis- und Verbandsgemeindevorstands an die Absprachen halten und die gemeinsam erarbeitete Lösung vertreten, schreibt Vollmer. „Es haben sich alle darangehalten und für diesen Konsens geworben. Nur zwei Personen haben ihr Wort nicht gehalten“, erklärt Norbert Knauber, der als Erster Beigeordneter ebenfalls am Verhandlungstisch saß. Knauber zeigt sich enttäuscht, da am Ende der Verhandlungen - an denen auch Landrat Fritz Brechtel (CDU), Verbandsbürgermeister Volker Poß (SPD), die Beigeordnete Kerstin Jordan und Knauber beteiligt waren – alle eindeutig gesagt hätten, dass sie diese Lösung für vertretbar halten. Umso verwunderlicher sei es, dass die SPD-Fraktion in ihrer Stellungnahme nicht einmal „das sonderbare Abstimmungsverhalten und Verhandlungsgebaren des Bürgermeisters und der Beigeordneten“ – diese hatten dann gegen den Kompromiss gestimmt – thematisiere, was der ganzen Situation „den Hut aufsetzt“, schreibt Vollmer. Josef Vollmer sieht durch den Abstimmungsfehler eine neue Chance, um bis zur erneuten Abstimmung für die gemeinsame Lösung zu werben. „Wir müssen nach dem Auszählungswirrwarr unsere Chance nutzen.“ Der IGS-Neubau dürfe sich nicht zu einer unendlichen Geschichte entwickeln, die auf den Rücken der Schüler sowie der Lehrerschaft ausgetragen wird, mahnt Vollmer. |rhp