Kreis Germersheim Busfahrplan für Schüler wird erst im Frühjahr überarbeitet

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Schulkinder kommen zu spät zur Schule, Umleitungsstrecken werden als Rennstrecke benutzt und in Spielstraßen wird überholt. Die Bilanz nach einer guten Woche Vollsperrung für den Durchgangsverkehr in Erlenbach, die zunächst bis kurz vor Weihnachten andauern soll, scheint ernüchternd.

Nur am Rand wurde das Thema Baustelle in der Gemeinderatssitzung am Mittwoch angesprochen. Es wird aber wohl in der Bürgerversammlung am Mittwoch im Bürgerhaus heiß diskutiert werden. So forderte Dieter Roth, der 50 Autos zählte, von denen vielleicht zehn mit Erlenbachern besetzt waren, häufige Polizeikontrollen, und die auch zu den „richtigen Zeiten“, wenn Pendler nicht über die ausgeschilderten Umleitungen fahren wollen. Zumindest sollen das Buskonzept in der zweiten Phase der Vollsperrung (Ende Februar bis Mai 2019) und der Busfahrplan für Schüler überarbeitet werden, versprach Ortsbürgermeister Maik Wünstel, der mit den Busunternehmen gesprochen hat. Jetzt, im laufenden Betrieb den Fahrplan zu ändern, sei nicht möglich. Ein zweites, schon in mehreren Sitzungen behandeltes Thema war die Mängelbeseitigung bei der Elektrik in der Kindertagesstätte. Hier mussten noch einige Fragen geklärt werden. Unter anderem lag in der Sitzung diesmal eine Historie der bisherigen Maßnahmen und Prüfungen vor. Das Ergebnis verwunderte den Rat. 2003 wurde die Anlage erneuert, 2007 trat eine neue Vorschrift über die Absicherung von Stromkreisen in Kitas über FI-Schutzschalter in Kraft, 2011 wurde die Anlage erneuert. 2013 fielen alle vier Verteiler durch die Prüfung, es wurde aber nichts unternommen. Das Thema erreichte damals auch nicht den Gemeinderat. Wie durch ein Wunder haben aber bei der letzten Prüfung zwei Schalter diese bestanden. Wünstel erhielt ein Angebot von der prüfenden Firma, diese und andere kleinere Mängel für knapp 5000 Euro zu beseitigen. Obwohl er über diesen Betrag gerade noch selbst entscheiden hätte können, brachte er das Thema in den Rat. Warum 2013 nichts gemacht wurde und das Thema die Gemeinde nicht erreicht, wusste keiner. Allerdings berichtete der Beigeordnete Uwe Mühldorfer, der bei einem Gespräch mit der Firma dabei war: „Der Prüfer kann auch nicht zwingen, die Mängel zu reparieren, er kann nur empfehlen“. Wünstel ergänzte: „Wenn aber etwas passieren sollte, hätte das Konsequenzen für die Verantwortlichen.“ Jetzt sollen zumindest die schwerwiegenden Mängel behoben werden. Dafür soll ein neues Angebot eingeholt werden. Zudem wurde die Entscheidung über einen Bauantrag in der Waldstraße vertagt. Dort wollte ein Eigentümer das Dachgeschoss ausbauen. Die Verwaltung empfahl, diesen Antrag nicht zu genehmigen, da entgegen dem Bebauungsplan ein drittes Vollgeschoss entstehen würde. Laut Definition im Landesbaugesetz gebe es aber nur ein neues Vollgeschoss, wenn mindestens drei Viertel der Wohnfläche darunter entstehen würde, die dann eine Mindesthöhe von 2,3 Meter haben müsste, so Volker Eck. Und dies sei bei der Dachneigung des Hauses kaum möglich. Schließlich berichtete Regina Faust von der Verwaltung, dass bei der jährlichen Überprüfung der Wasserqualität in öffentlichen Gebäuden wie Kindergarten und Bürgerhaus ein überhöhter Wert eines colifarmen Bakteriums festgestellt worden sei. Ein Indikator habe gezeigt, dass es irgendwo in den Leitungen ein Problem gebe. Der Wert sei noch nicht bedrohlich, es könnte sich aber verschlimmern, wenn man nichts dagegen macht, erklärte Faust. Deshalb wurden in den Gebäuden und draußen in den Leitungen einige Spülungen durchgeführt, beispielsweise mit Chlor. Dies hätten einige Anwohner auch gerochen und ihn darauf hingewiesen, berichtete Wünstel. Noch sei das Problem nicht überall im Griff. Die Werte seien zwar schon viel besser, aber immer noch leicht über dem Grenzwert. Deshalb werden die Maßnahmen fortgesetzt, so Faust. Bereits zu Beginn der Sitzung rückte für den zum Bürgermeister gewählten Maik Wünstel Werner Falk in den Rat nach, Falk lebt seit 18 Jahren in Erlenbach. Termin Einwohnerversammlung am Dienstag, 20. November, um 19 Uhr im Bürgerhaus. Dort können Fragen zur Baustelle gestellt werden, auch die Polizei und Verbandsbürgermeister Volker Poß (SPD) wurde eingeladen. Natürlich können auch Fragen zu anderen Themen, die die Gemeinde und die Verbandsgemeinde betreffen, gestellt werden.

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